RTL-Jahresrückblick 2019

Das Jahr im Schatten des Klimawandels: Schülerproteste, Rekord-Sommer und Riesen-Hype um Greta

24. Dezember 2019 - 8:25 Uhr

Hitzerekorde am laufenden Band: Ein Warnschuss für Deutschland und die Welt

2019 war ein Warnschuss. Ende Juli zog eine brutale Hitzewelle über uns hinweg – und machte Europa zum Glutofen. Sengende Hitze wie in der Sahara, ein Vorgeschmack auf den Klimawandel: Er wird kommen, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. 2019 war gerade deshalb auch das Jahr, in dem wir eingestehen mussten: Es ist höchste Zeit, endlich zu handeln – und vielleicht ist es sogar schon zu spät.

"Fridays for Future" erreichte Deutschlands Straßen, Tausende Schüler zogen für mehr Umwelt- und Klimaschutz durch die Städte. Leiser sind die Demonstranten nicht geworden – aber der Frust wächst. Auch bei Greta Thunberg, der Galleonsfigur der Bewegung. Die 16-jährige Asperger-Autistin wird von vielen gefeiert und von genauso vielen gehasst – aber sie ist ohne Zweifel eine der bedeutendsten Personen der Zeitgeschichte.

Greta hat den Streit um den Klimawandel in diesem Jahr endültig zum Kulturkampf gemacht, ist zur Ikone eines erbitterten Generationenkonflikts geworden. Jetzt sind es die Kinder, die ihre Eltern tadeln – die Kleinen, die von den Großen das Recht auf die eigene Zukunft verlangen. Im Video erinnern wir uns dieses außergewöhnliche Jahr im Schatten der drohenden Klima-Katastrophe.

Gefeiert, gehasst: Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg (16) war für den Friedensnobelpreis im Gespräch und ist vom Time-Magazin als "Person des Jahres" ausgezeichnet worden.
Gefeiert, gehasst: Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg (16) war für den Friedensnobelpreis im Gespräch und ist vom Time-Magazin als "Person des Jahres" ausgezeichnet worden.
© REUTERS, SERGIO PEREZ, awi