Zwei Leichen in Niederlanden angeschwemmt

Vermisste Mädchen aus Duisburg sind tot - Eltern identifizieren ihre Töchter

Die Suche nach dem Bade-Unglück im Rhein brachte traurige Gewissheit.
Die Suche nach dem Bade-Unglück im Rhein brachte traurige Gewissheit.
© imago images/Reichwein, Christoph Reichwein (crei) via www.imago-images.de, www.imago-images.de

22. Juni 2021 - 9:16 Uhr

Niederlande: Leichen im Fluss Waal entdeckt

Nach quälenden Tagen der Ungewissheit für die Eltern der beiden im Rhein verunglückten Mädchen (13 und 14) aus Duisburg ist jetzt klar: Die Vermissten sind tot. Nach RTL-Informationen haben die Eltern auf Fotos der in den Niederlanden angeschwemmten Leichen Kleidung und Schmuck ihrer Töchter identifiziert. Die Polizei wartet trotz der Identifizierung durch die Eltern routinemäßig die Ergebnisse eines DNA-Abgleichs ab, um jeglichen Restzweifel ausräumen zu können.

In der vergangenen Woche waren drei Mädchen im Rhein verschwunden. Nachdem eins der Mädchen zwar geborgen, aber nicht mehr gerettet werden konnte, schwand für die Angehörigen der anderen beiden Vermissten schnell jede Hoffnung – trotz großem Sucheinsatz.

Polizei kontaktierte Eltern nach Fund in Niederlanden

Die beiden Leichen wurden am Ufer des Flusses Waal entdeckt, der kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze einen Mündungsarm des Rheins in die Nordsee bildet. Die zweite Leiche wurde am Sonntag bei der Stadt Gendt im Osten der Niederlande gefunden. Die erste Tote fanden Ermittler bereits am Freitag beim Dorf Rossum weiter flussabwärts.

Mädchen aus Duisburg trotz umfangreicher Suche nicht gefunden

Am Mittwoch war es in Duisburg-Marxloh zu dem Badeunglück gekommen. Gemeinsam mit einer 17-Jährigen hatten zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren in Duisburg im Rhein gebadet. Plötzlich hatte sie eine Strömung unter Wasser gezogen. Die 17-Jährige starb nach Wiederbelebungsversuchen.

Von den beiden anderen Mädchen fehlte lange jede Spur, eine großangelegte Suche am Rhein in Nordrhein-Westfalen mit Tauchern und Hubschraubern wurde ohne Ergebnis eingestellt. Früh informierten die Ermittler auch ihre Kollegen in den Niederlanden, da vermutet wurde, dass die Mädchenleichen im Rhein über die Grenze getrieben sein könnte. (swi)