RTL-Forsa-Umfrage zu Landtagswahlen: CDU und SPD schwach - Alternative für Deutschland stark

17. März 2016 - 12:12 Uhr

Unzufriedenheit bei den Wählern, Volksparteien abgestraft

Es könnte ein ganz hartes Wochenende für die CDU und die SPD werden. Am Sonntag wird in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt eine neue Landesregierung gewählt. Nach der aktuellen RTL-Forsa-Umfrage bedeutet das vor allem in Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz mit Blick auf die Bundesregierung nichts Gutes.

Eine Hand wirft einen Wahlzettel in eine Urne
Am Wochenende wird in drei Bundesländern gewählt
© dpa, A3634 Friso Gentsch

Weniger als ein Drittel der Befragten in Sachsen-Anhalt ist mit der Arbeit der Landesregierung aus CDU und SPD zufrieden. Würde der Landtag in Sachsen-Anhalt schon jetzt gewählt, könnten die Regierungsparteien mit folgendem Ergebnis abgestraft werden: Die CDU liegt bei 30 Prozent, die SPD kommt nur auf schlappe 17 Prozent. 20 Prozent der Wähler würden links wählen, 5 Prozent grün. Die FDP zieht nach dem aktuellen RTL-Forsa-Trend mit 5 Prozent wieder knapp in den Landtag ein. Überflieger ist die AfD mit 18 Prozent.

In Rheinland-Pfalz bahnt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPD und der CDU an: Beide kommen nach dem Wahltrend auf 35 Prozent. Mit 45 Prozent wünscht sich allerdings ein deutlich höherer Anteil der Befragten, dass Malu Dreyer (SPD) Ministerpräsidentin bleibt. Nur 31 Prozent würden sich für ihre Gegenkandidatin Julia Klöckner (CDU) entscheiden. Die FDP schafft es im Wahltrend für Rheinland-Pfalz auf 6 Prozent. Bündnis 90/Die Grünen krachen auf ebenfalls 6 Prozent. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatten die Grünen in Rheinland-Pfalz noch 15,4 Prozent geholt.

In Baden-Württemberg hingegen könnten die Grünen erstmals in ihrer Parteigeschichte stärkste Partei werden: 32 Prozent der Befragten würden sie momentan wählen. Abgeschlagen sind die CDU mit 27 Prozent und die SPD mit 16 Prozent. Die AfD kommt auf 11 Prozent, die FPD auf 7. Die Mehrheit der Befragten ist mit der Arbeit der grün-roten Landesregierung unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zufrieden. Für eine Fortführung der Regierungskoalition reicht es nach den aktuellen Umfrage-Ergebnissen jedoch nicht.