Bruch des royalen Protokolls

Royal-Experte behauptet: Prinz William hat die Umarmungen beim EM-Finale geplant

Nimmt sich Prinz William ein Beispiel an Diana? Herzlich wie die Mama
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Herzlich wie die Mama
Nimmt sich Prinz William ein Beispiel an Diana?

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Die Ähnlichkeit zu seiner Mama Lady Diana (†1997) kann Prinz William nicht verleugnen. Der 40-Jährige hat nicht nur ihr Aussehen geerbt, sondern auch ihre herzliche Persönlichkeit. Die emotionalen Charakterzüge des Prinzen wurden wieder einmal beim Finale der Frauenfußball-EM deutlich, als William den englischen Spielerinnen mit innigen Umarmungen zum Sieg gratulierte. Denn ein Royal-Experte behauptet nun, dass der britische Thronfolger absichtlich das Protokoll gebrochen habe, um mit den Kickerinnen auf Tuchfühlung zu gehen.

„Die jüngeren Royals sind ganz anders erzogen worden"

Prinz William kennt das strikte höfische Protokoll in- und auswendig. Als zukünftiger König darf er eigentlich unter keinen Umständen umarmt werden. Diese Regel geht auf das Mittelalter zurück, als Monarchen der Status göttlicher Herrscher verliehen wurde. Dementsprechend sollten sie auch wie Götter behandelt werden. Es erlaube der britischen Königsfamilie heute einen Hauch „Mystik“ zu bewahren, habe aber hauptsächlich Sicherheitsgründe, erklärt der ehemalige royale Butler Grant Harrold im Gespräch mit „OK Magazine“. „Wenn du einen Adeligen triffst, kannst du ihn ansehen und wenn er dir einen Handschlag anbietet, solltest du ihn annehmen.“

Bei der EM-Siegerehrung im Londoner Wembley-Stadion am 31. Juli pfiff Prinz William auf diese jahrhundertealte Regel. Abwehrspielerin Leah Williamson (25) und Mittelfeldspielerin Jill Scott (35) bekamen eine ordentliche Portion royaler Zuwendung und wurden von dem 40-Jährigen fest an seine Brust gedrückt. Williams herzlicher Umgang mit den Fußball-Spielerinnen sei repräsentativ für eine modernere Monarchie, so der Adels-Experte. „Ich denke, er und die anderen jüngeren Royals haben erkannt, dass sie mit Distanziertheit nicht davonkommen“, meint Grant Harrold. „ Die Königin kann damit durchkommen, weil sie die Königin ist und aus einer anderen Zeit stammt, aber die jüngeren Royals sind ganz anders erzogen worden.“

William hat Prinzessin Diana als Vorbild

Bei Prinz William habe vor allem die enge Beziehung zu seiner Mama Diana eine Rolle gespielt, dass er in der Öffentlichkeit seine Gefühle zeige und keine Scheu habe, seinem Volk nahezukommen. „Diana war eine Umarmerin und ich denke, dass dieser körperliche Kontakt und das Umarmen von Menschen viel damit zu tun hat, wie William aufgewachsen ist“, weiß Grant Harrold. „Für William wird es sich nicht unnatürlich anfühlen – wenn überhaupt, würde es sich unangenehmer anfühlen, wenn es nur ein strenger Händedruck wäre. Außerdem macht die Umarmung der Royals sie relevant und modern.“

Der Adels-Experte ist sich sicher, dass man solche Protokoll-Brüche in Zukunft öfter von William sehen werde. Es sei eine Möglichkeit für den britischen Thronfolger, den Menschen sein „wahres Ich“ zu zeigen. (tma)