Routinier Löwe bleibt auch in der 3. Liga bei Dynamo Dresden

Chris Löwe (SG Dynamo Dresden) bei einem Spiel. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

13. Juli 2020 - 11:00 Uhr

Routinier Chris Löwe will auch in der 3. Liga für Dynamo Dresden auflaufen. "Ich hatte ernsthafte Gedanken aufzuhören. Das war nicht einfach so daher gesagt. Ich musste das Erlebte für mich selbst erst einmal einordnen, verarbeiten und mir darüber klar werden, ob ich die Kraft und Motivation habe, weiterzumachen", sagte der 31-Jährige in einem Interview auf der Dynamo-Homepage (Montag) und betonte: "Am Ende bin ich gemeinsam mit meiner Familie zu dem Schluss gekommen, dass ich weitermache und auch in der kommenden Spielzeit für Dynamo auflaufen werde."

Nach einer Rotsperre musste Löwe machtlos mit ansehen, wie sein Team aus der 2. Fußball-Bundesliga abgestiegen ist. Zuvor machte der Dresdner mit einer harschen Kritik an der Deutschen Fußball Liga auf sich aufmerksam. Er hatte nach der 0:2-Niederlage in Kiel deutliche Worte in Richtung DFL geäußert: "Wir sind die, die den verfickten Preis bezahlen für den ganzen Scheiß", sagte er. Grund war der enge Spielplan von Dynamo nach einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne aufgrund mehrfacher positiver Coronatests. Die Niederlage in Kiel war das siebte Spiel innerhalb von 19 Tagen.

Er hatte danach seine Kritik erneuert, da die Dresdner "das einzige Team in Deutschland und wahrscheinlich auch Europa waren, das vor ihrem Neustart in Heim-Quarantäne war - also nicht in der Lage waren zu laufen, nur Fahrrad gefahren sind und dadurch die körperlichen Voraussetzungen auch noch mal ganz andere waren".

Nun kam er im Urlaub zu dem Entschluss, weiter für Dynamo aufzulaufen. "Das Feuer, das mich über meine gesamte Laufbahn begleitet hat, ist wieder voll entfacht. Ich bin froh, dass dieses Gefühl zurück ist und möchte im nächsten Jahr auf und neben dem Platz vorangehen", sagte er.

Quelle: DPA