Rossmann könnte Schlecker-Mitarbeiter übernehmen

14. Februar 2016 - 12:22 Uhr

Die niedersächsische Drogeriekette Rossmann könnte einen Teil der knapp 12.000 Schlecker-Mitarbeiter übernehmen, die vom Stellenabbau betroffen sind. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte einen entsprechenden Bericht des 'Tagesspiegel'. "Das ist aber kein garantiertes Übernahmeangebot", betonte er. Der Gründer und Inhaber der Kette, Dirk Roßmann, hatte dem Blatt gesagt: "Wir eröffnen im Jahr rund 100 neue Märkte und stellen dabei etwa 1000 neue Mitarbeiter ein. Da werden sicher auch Schlecker-Mitarbeiter dabei sein."

Der insolvente Familienkonzern Schlecker soll ab April mit schwarzen Zahlen operieren - hierzu will Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz neben dem Stellenabbau rund 2.400 der heute 5.400 deutschen Schlecker-Filialen schließen. Auch die ebenfalls insolvente Schlecker-Tochter IhrPlatz streicht 908 Jobs und macht 142 Filialen dicht. Roßmann hatte bereits im Januar gesagt, 50 bis 80 Märkte des Konkurrenten aus dem schwäbischen Ehingen seien für die Niedersachsen interessant. "Das sind aber eher nicht die Filialen, die Schlecker jetzt schließen will, sondern attraktivere, etwa in Bahnhöfen", sagte der Rossmann-Sprecher.