"Rosenheim-Cops" wollen inhaltlich coronafrei bleiben

Mehr Abstand zwischen den Darstellern beim Dreh der neuen "Rosenheim-Cops"-Staffel. Foto: Bojan Ritan/obs/dpa
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12. Juni 2020 - 14:00 Uhr

Die ZDF-Erfolgsserie "Rosenheim-Cops" soll coronafrei bleiben. "Inhaltlich wird die Corona-Thematik nicht in der Serie aufgegriffen", sagte eine Sprecherin der Produktionsfirma Bavaria Fiction der Deutschen Presse-Agentur in München.

Bei den Dreharbeiten für die 20. Staffel, die gerade in und um München und Rosenheim begonnen haben, spielt das Virus aber durchaus eine große Rolle: "Am Set sowie im Alltag gilt derzeit: Maskenpflicht, Hygienemaßnahmen und Sicherheitsabstand", sagte die Sprecherin. Damit auch das Set coronafrei bleibt, soll bei allen Mitwirkenden täglich Fieber gemessen werden. Außerdem wird für die Dreharbeiten nach "weitläufigeren Außenmotiven" gesucht.

Weil nicht nur draußen gedreht wird, sind nach Angaben der Bavaria Teile der Kulissen umgebaut worden. "Im Studio haben wir den Vernehmungsraum vergrößert", sagte die Sprecherin. "Um die Mindestabstände einhalten zu können, haben wir die Wand zum angrenzenden Beobachtungsraum entfernt und konnten dadurch die Fläche des Vernehmungsraums entsprechend vergrößern." Der Beobachtungsraum wiederum wurde neu aufgebaut. "So haben wir einen beträchtlichen Flächengewinn erzielt, der es auch bei Vernehmungsszenen erlaubt, die Hygienevorschriften und gebotenen Abstände einzuhalten."

Die Dreharbeiten für die neue Staffel sollen bis in den November hinein laufen. Eigentlicher Drehstart war - vor der Coronavirus-Pandemie so geplant - der 21. April. Die 20. ist die erste Staffel nach dem Tod von Joseph Hannesschläger, der jahrelang als Kommissar Korbinian Hofer vor der Kamera stand und im Januar im Alter von 57 an Krebs starb.

Quelle: DPA