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Ronaldo-Transfer: Fiat-Mitarbeiter rufen zum Streik auf

Real Madrid s Cristiano Ronaldo reacts during the Champions League semi final soccer match between Real Madrid and Juventus at Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain. May 13, 2015. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxPOLxDENxNORxSWExONLY (2015051300023)
Cristiano Ronaldo ist nicht bei allen in der Juve-Familie willkommen. © imago/Alterphotos, imago sportfotodienst

Missklänge im Jubelchor

Turin in Ekstase, das Piemont bebt: Cristiano Ronaldo ist fortan Teil der Juventus-Familie. Der "Königstransfer" des italienischen Meisters lässt die "Alte Dame" vom Glanz vergangener Tage träumen - zuletzt stemmte man 1996 den Champions-League-Pokal in die Höhe. Doch längst nicht alle stimmen in den Chor der Glückseligen ein. Das Volumen des Transfers (zwischen 340 und 400 Millionen Euro) lässt so manchen sprachlos, aber auch wütend zurück.

Fiat-Mitarbeiter sauer

Vor allem viele Fiat-Mitarbeiter, die seit Jahren mit eingefrorenen Gehältern auskommen müssen, sind alles andere als erfreut. In einer Mitteilung der Vertreter der Arbeiter des Werks in Melfi (rund 6.000 Mitarbeiter) wird ein Proteststreik zwischen dem 15. Juli und 17. Juli angekündigt. Der Transfer mit Ronaldo sei "nicht hinnehmbar. Ist es normal, dass eine einzelne Person Millionen verdient und Tausende von Familien mit ihrem Geld nicht bis Mitte des Monats auskommen?", fragt die zuständige Gewerkschaft.

Zum Hintergrund: Clubboss bei Juventus ist Fiat-Chef Andrea Agnelli. Der Unternehmer fädelte den Deal mit Ronaldo federführend ein. Nach italienischen Medienberichten lassen sich die Italiener die Dienste des Ex-Real-Stars 30 Millionen Euro pro Jahr kosten – netto. Sprich, der Europameister von 2016 verdient während seines Vier-Jahresvertrages 120 Millionen Euro netto – also zwischen 240 und 300 Millionen Euro brutto. Zudem muss Juve rund 112 Millionen Euro Ablöse berappen.

Ronaldo als Werbe-Ikone

Juve und Fiat haben mit dem dreimaligen Weltfußballer Großes vor. Ronaldo soll nach dem Willen Agnellis den Club nicht nur sportlich in neue Sphären katapultieren, sondern auch zum Aushängeschild des Automobilkonzerns werden.

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