Franzose kritisiert Social-Media-Hater

Romain Grosjean: "Will nicht das Charisma einer Auster"

Romain Grosjean
Romain Grosjean

10. Februar 2020 - 14:22 Uhr

Haas-Pilot Grosjean lässt sich nicht unterkriegen

Formel-1-Pilot Romain Grosjean möchte sich von "Hatern" im Internet nicht entmutigen lassen und weiter auf Social Media präsent sein. Für ihr gilt: Lieber Hass auf sich ziehen als verstecken.

"Ich frage mich, wo der Sinn dahinter steckt?"

Fast alle Personen des öffentlichen Lebens haben im Internet mit Hasskommentaren zu kämpfen. Haas-Pilot Grosjean geht diese Entwicklung, die er auch selbst oft zu spüren bekommt, gegen den Strich.

Erst jüngst postete der 33-Jährige nach einem Konzert des französischen Sängers Benabar ein Foto von sich und seiner Frau auf Instagram. Reaktionen folgten (wie immer) sofort – insbesondere negative Kommentare über den Künstler Benabar brachten Grosjean auf die Palme: "Der arme Benabar hat niemanden um etwas gebeten und wurde zerstört", beklagt sich der Franzose bei 'Motorsport-Total.com'. "Ich frage mich, wo der Sinn dahinter steckt."

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Sowas sagt dir niemand ins Gesicht

Die Anonymität des Internets sei laut Grosjean dabei der Kern des Problems. "Auf der Straße triffst du nie jemanden, der dir das ins Gesicht sagt", sagt der Franzose. Online gehe alles deutlich schneller, in einem Moment bist du der Held, im nächsten Moment wird man niedergeschrieben. "Manchmal ist es einfach, jemanden zu kritisieren, aber von denen, die ich jeden Tag treffe, gab es nie jemanden, der mir das gesagt hat", meint der Vater von drei Kindern.

Dem ganzen Hass zum Trotz möchte Grosjean weiter auf Social Media aktiv sein. "Es ist besser, wenn ich gemocht oder gehasst werde, als das Charisma einer Auster zu haben, die durch den Rost fällt."