Erste Tests für IndyCar-Serie

Grosjean trägt Helm, den seine Kinder entworfen haben

Grosjean-Helm
© Twitter/RGrosjean

23. Februar 2021 - 10:46 Uhr

Comeback in der IndyCar-Serie: Grosjean trägt besonderen Familien-Helm

Der ehemalige Formel-1-Pilot Romain Grosjean bestreitet in den USA erste Tests in der IndyCar-Serie. Bei der Rückkehr ins Cockpit drei Monate nach dem schweren Feuer-Unfall in Bahrain trägt er einen ganz besonderen Helm.

"Bedeutet mir mehr, als ich mir vorstellen konnte"

Auf Twitter teilte der Franzose ein Bild von sich im neuen Dienstwagen. Prominent im Bild: Der Helm, den seine Kinder Sacha, Simon und Camille Anfang November designt haben. "Ich bin so glücklich, ihn endlich zu tragen", schrieb Grosjean. "Es bedeutet mir noch mehr, als ich mir vorstellen konnte."

In einem Rennen hat er den speziellen Kopfschutz aber noch nicht getragen. Das soll sich nun ändern. Er plane, den Helm auch in einem IndyCar-Rennen zu tragen, erklärte Grosjean.

Ende November war Grosjean mit 221 km/h frontal in eine Leitplanke gekracht, sein Wagen ging in Flammen auf. 27 Sekunden saß er in der Feuer-Hölle. Bei dem Unfall zog er sich Verbrennungen an den Handrücken zu. Die verbleibenden Rennen setzte der Haas-Pilot dann aus. Sein Vertrag bei Haas war zuvor schon nicht verlängert worden.

Grosjean kämpfte sich für Kinder aus dem brennenden Wagen

Erst jüngst verriet er in einem Interview, dass er noch mit den Folgen des schweren Unfalls kämpft. Tag für Tag. Psychisch und physisch.

Auch der Geruch von brennender Kohlefaser lässt Grosjean nicht mehr los. "Erst kürzlich habe ich ihn wieder in der Nase", erzählte er.

Nach dem Unfall hatte der dreifache Familienvater erklärt, wie er sich aus dem Cockpit befreite. Er habe den Tod kommen sehen, so Grosjean. "Und dann sagte ich mir, für meine Kinder muss ich hier raus. Ich legte meine Hände ins Feuer und spürte deutlich, dass es auf dem Chassis brannte."

2021 geht der 34-Jährige in der amerikanischen IndyCar-Serie an den Start. Er wird für das Team Dale Coyne Racing fahren. Grosjean will an allen 13 Rennen auf den Straßen- oder klassischen Rennstrecken teilnehmen. Die ovalen Superspeedway-Rennen lässt er aus, "weil das Risiko etwas zu groß ist". Stand jetzt geht die IndyCar-Serie am 18. April in die Startlöcher.

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