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Rom will Flüchtlinge nach Tunesien zurückschicken

Rom will Flüchtlinge nach Tunesien zurückschicken

Italien will ab sofort alle über das Mittelmeer kommenden tunesischen Flüchtlinge in ihr Heimatland zurückschicken. Immigranten, die sich schon im Land befinden, sollen eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis erhalten, mit der sie auch in andere EU-Staaten einreisen können. Das erklärte der italienische Innenminister Roberto Maroni im Parlament in Rom.

Zudem verständigten sich beide Länder auf gemeinsame Kontrollen vor der tunesischen Küste, eine entsprechende Vereinbarung wurde Maroni zufolge am Dienstag in Tunis unterzeichnet. In der Nacht zum Mittwoch waren bei dem Kentern eines libyschen Fischerboots bis zu 250 Menschen vor der italienischen Insel Lampedusa ertrunken, die auch Hauptanlaufpunkt für tunesische Flüchtlinge ist.

"Alle Tunesier, die nach der Unterzeichnung des Abkommens in Italien ankommen, werden nach Tunesien zurückgeschickt", erklärte Maroni.