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Rollstuhlfahrerin gestürzt und schwer verletzt - Radfahrer hatte sie an Abgrund geschoben

Rollstuhlfahrerin gestürzt und schwer verletzt - Radfahrer hatte sie an Abgrund geschoben

Rollstuhlfahrerin im Strundetal verunglückt
Nach dem Unfall einer Rollstuhlfahrerin fahndet die Polizei nach einem flüchtigen Radfahrer (Symbolbild).
vfd gam sja, dpa, Rene Ruprecht

Radler half verunglückter Frau nicht

Ein Radfahrer hat am Sonntagvormittag im Strundetal (Bergisch Gladbach) eine Rollstuhlfahrerin so weit an den Rand eines Wanderweges geschoben, dass die 45-Jährige einen Abhang hinunterstürzte und sich schwer verletzte. Jetzt sucht die Polizei des Rheinisch-Bergischen Kreises nach dem Radler – er war der schreienden Frau nicht zur Hilfe gekommen und war weitergefahren.

Rollstuhlfahrerin verletzte sich schwer

Der Ehemann der verunglückten Frau hatte den Rollstuhl zuvor auf einer Kuppe abgestellt, um einen mutmaßlichen Schwarzangler zur Rede zu stellen. Als er sich am Bachbett mehrere Meter unterhalb seiner Frau befand, wurde diese von einem Radfahrer angesprochen, da sie die Durchfahrt blockierte. Kurzerhand schob der Mann den Rollstuhl so weit in Richtung Abhang, dass sich die Vorderräder genau an der Kante befanden. Als der Radler gerade weiterfuhr, kippte der Rollstuhl nach vorne und viel einen Abhang hinunter. Trotz der Schreie der Frau fuhr der Mann weiter und kümmerte sich nicht um sie.

Eine Zeugin verständigte kurz darauf über ein Handy den Rettungsdienst. Die Verletzte wurde anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem sie noch immer intensivmedizinisch behandelt wird.

Polizei sucht nach Zeugen

Die Polizei ist nun auf Zeugen angewiesen: Wer hat den Vorfall beobachtet und kann Angaben zum geflüchteten Radfahrer machen? Der Mann soll etwa 50 bis 60 Jahre alt sein und mit einem roten Fahrrad unterwegs gewesen sein. Auch ist die Behörde auf der Suche nach der Zeugin, die die Rettungskette in Gang setzte. Alle Hinweise werden unter der Telefonnummer 02202 205-0 entgegengenommen.