„Zum ersten Mal sah mich meine Tochter nicht wie ein Alien"

Roland Kaiser: Berührender Vater-Tochter-Moment nach OP

Roland Kaiser, hier während eines Auftritts, erinnert sich an seine Lungentransplantation zurück.
Roland Kaiser, hier während eines Auftritts, erinnert sich an seine Lungentransplantation zurück.
© imago/BOBO, SpotOn

20. Oktober 2021 - 11:02 Uhr

Seine Familie stärkte ihm den Rücken

Nach seiner 2010 erfolgten Lungentransplantation haben Roland Kaiser (69) besonders zwei Sätze seiner damals elfjährigen Tochter am Krankenbett tief berührt. Der Sänger litt unter der Lungenkrankheit COPD und sagte nun im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung, dass er es ohne seine Familie wohl nicht geschafft hätte.

„Zum ersten Mal sah mich meine Tochter nicht wie ein Alien"

Aufgrund der Erkrankung hätte er vor der OP stets gerötete Augen und bläulich verfärbte Haut gehabt. Nach der überstandenen Operation sagte Annalena zu ihm am Krankenbett: "Papa, du siehst so schön aus. Du hast so schöne Augen". Roland Kaiser berichtet, er habe deshalb um Fassung ringen müssen: "Zum ersten Mal sah mich meine Tochter nicht wie ein Alien mit bläulicher Haut, lila Lippen und roten Augen, sondern als ganz normalen Mann." Seine Lebenserwartung sei nun "wie bei jedem anderen auch".

Im Video: So sprach Roland Kaiser 2015 über seine Krankheit

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Autobiografie „Sonnenseite“ ist soeben erschienen

Im Gespräch mit "Welt am Sonntag" hatte der deutsche Künstler kürzlich erklärt, dass er sich nicht als Schlagerstar sieht. "Ich mache die Musik, die mir Spaß macht", erzählte er. Worte wie "Schlagerstar" oder "Schlagerlegende" zu benutzen, könne er aber niemandem verbieten.

In seiner am 18. Oktober veröffentlichten Autobiographie "Sonnenseite" beschreibt der Sänger sein Leben mit vielen Höhen und Tiefen. Darin berichtet er etwa vom Tod seiner Pflegemutter und wie er sich einmal per Brief mit Erich Honecker angelegt hatte. Roland Kaiser hatte gedroht, bei den Feierlichkeiten zu 750 Jahren Berlin nicht aufzutreten, sollte die DDR seinen geflohenen Keyboard-Spieler Franz Bartzsch (1947-2010) nicht einreisen lassen - und er hatte Erfolg damit.

spot on news (dga)