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Röszke: Flüchtlinge im Hungerstreik

Röszke: Flüchtlinge im Hungerstreik

Flüchtlinge an der serbisch-ungarischen Grenze bei Röszke
Bei illegalem Grenzübertritt drohen in Ungarn bis zu drei Jahre Haft.
dpa, Thomas Brey

Ungarn: Illegaler Grenzübertritt ist Straftat

Aufgebrachte Flüchtlinge haben an der serbisch-ungarischen Grenze bei Röszke einen Hungerstreik aus Protest gegen die Schließung des dortigen Durchgangs begonnen. Einige der 200 bis 300 protestierenden Menschen in einer Transitzone tragen Schilder mit der Aufschrift 'No water no food until open border'.

Vorher hätten sie dort von ungarischer Seite erhaltenes Essen weggeworfen, berichten ungarische Medien. Unter den Protestierenden seien auch Kinder. Zugleich stünden an einem alten Grenzübergang an einer Landstraße etwa 1.500 Flüchtlinge, die Einlass begehren. An diesem Punkt ist dies aber nicht möglich. Die Polizei versuchte, die Flüchtlinge an einen auf freiem Feld eingerichteten speziellen Durchlasspunkt zu verweisen, der für die Registrierung von Flüchtlingen vorgesehen ist.

In Ungarn ist am Dienstag ein neues Gesetz in Kraft getreten, wonach ein illegaler Grenzübertritt als Straftat gilt, die mit Haft oder Abschiebung geahndet werden kann. Bisher war es nur eine Ordnungswidrigkeit. Bei illegalem Grenzübertritt drohen bis zu drei Jahre Haft. Kommt Sachbeschädigung hinzu, etwa das Durchschneiden des Grenzzauns, erhöht sich das mögliche Strafmaß auf fünf Jahre.