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Rösrath: Mann raubt Bank aus, weil er im Knast eine Ausbildung machen will

Banküberfall in Rösrath
Per Bankraub zur Lehrstelle? Keine gute Idee. (Foto: Symbolbild) © DPA

Er fand einfach keine Arbeit

Es klingt unglaublich, ist aber wirklich so passiert: In Rösrath (Nordrhein-Westfalen) hat ein 29-Jähriger eine Bank ausgeraubt, um im Gefängnis zu landen und eine Ausbildung machen zu können. Doch dieser sonderbare Plan ging nicht auf…

Der 29-Jährige kündigte die Tat per E-Mail an

Der Überfall hatte sich bereits im Mai 2018 ereignet, jetzt wurde der Mann verurteilt. Laut "Kölner Stadt-Anzeiger" kam er 2015 als Flüchtling aus dem Irak nach Deutschland. Sein Asylantrag wurde anerkannt und seitdem war er auf Jobsuche. Laut dem Bericht der Zeitung hatte er Spielschulden und war mehrmals in psychologischer Behandlung.

Im Mai war der Mann dann morgens um 9 Uhr unmaskiert und mit einem Messer bewaffnet in eine Bank im Rheinisch-Bergischen Kreis gelaufen. Laut "Kölner Stadt-Anzeiger" wartete er noch, bis zwei Rentner die Bank wieder verließen, bevor er den Angestellten sein Messer zeigte und Geld forderte. Angeblich habe er die Leute nicht erschrecken wollen. Er hatte die Tat sogar vorher per E-Mail angekündigt - unter anderem bei der Polizei, bei der Stadt, beim Arbeitsamt und bei der Flüchtlingshilfe.

Gericht verurteilte ihn zu einer Bewährungsstrafe

Der Mann erbeutete 5.000 Euro und flüchtete zu Fuß. Das Geld behielt der Iraner aber nicht, sondern lieferte es im Büro der Flüchtlingshilfe ab, berichtete die Zeitung. Kurze Zeit später ließ er sich von der Polizei widerstandslos festnehmen. Allerdings kam er daraufhin bis zur Gerichtsverhandlung in Untersuchungshaft, wo er nicht arbeiten durfte.

Das Gericht verurteilte ihn dann zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr - aus der Traum von der Ausbildung im Knast.

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