Röntgenbild enthüllt unendliche Grausamkeit: Menschen töten Orang-Utan mit 130 Schüssen

Erschreckendes Röntgenbild: Auf diesen Orang-Utan wurde 130 Mal mit einem Luftgewehr geschossen.
Erschreckendes Röntgenbild: Auf diesen Orang-Utan wurde 130 Mal mit einem Luftgewehr geschossen.
© dpa, -, fgj

08. Februar 2018 - 10:28 Uhr

Tierschützer fanden den schwer verletzten Affen

Erst auf dem Röntgenbild sahen die Tierschützer, was dieser Affe auf Borneo durchleiden musste. 130 Kugeln eines Luftgewehrs fanden die Pathologen im Körper des toten Orang-Utans. Tierschützer versuchten noch, das Tier zu retten, als sie es schwer verletzt fanden. Doch sie konnten nichts mehr für den Menschenaffen tun.

Körper des Tieres wurde regelrecht durchsiebt

Das etwa fünf bis sieben Jahre alte Männchen überlebte zwar den Luftgewehr-Angriff, doch seine zahlreichen Wunden entzündeten sich, als der Affe sich verletzt durch den Dschungel schleppte. Tierschützer fanden ihn im indonesischen Teil der Insel Borneo und taten alles, um ihm zu helfen. 48 Kugeln entfernten sie aus dem Körper des Tieres. Am Ende starb der Orang-Utan aber an einer Infektion.

Auf dem Röntgenbild sahen die Ärzte dann, dass der Leichnam des Affen regelrecht von Kugeln durchsiebt war – 130 Geschosse zählten sie. Das sei "die größte Anzahl in der Geschichte der Konflikte zwischen Orang-Utans und Menschen in Indonesien", sagte Tierschützer Ramadhani.

Er war nicht der erste übel zugerichtete Orang-Utan

Erst letzten Monat wurde im Distrikt Barito der Kadaver eines übel zugerichteten Affen gefunden. Jemand hatte 17 Mal auf das Tier geschossen und es anschließend enthauptet. Das tote Tier trieb in einem Fluss. Der oder die Täter wurden noch nicht gefasst.

Orang-Utans – die letzten Menschenaffen Asiens – kommen in freier Wildbahn nur noch auf Sumatra und Borneo vor. Durch Abholzung wird der natürliche Lebensraum der Tiere immer kleiner. Auch Wilderer setzen den vom Aussterben bedrohten Affen schwer zu. 2016 gab es laut WWF nur noch 54.000 Exemplare.