Schmutzige Details

Robert De Niro: Ex-Assistentin erhebt schwere Vorwürfe gegen den Hollywoodstar

ARCHIV - 02.02.2020, Großbritannien, London: Robert De Niro, Schauspieler aus den USA, kommt zur Verleihung der 73. BAFTA-Filmpreise in der Royal Albert Hall.  De Niro und «Star Wars»-Star John Boyega (28) wollen den Rennfahrer-Krimi «The Formula» dr
Robert De Niro sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert
AMB esz nwi kay alf kay, dpa, Matt Crossick

Robert De Niros (78) ehemalige Mitarbeiterin Graham Chase Robinson verklagt ihren Ex-Chef wegen sexistischer Diskriminierung. Ein Transkript aus dem Gerichtssaal soll jetzt enthüllen, was der Hollywoodstar getan haben soll, während sie für ihn gearbeitet hat.

Brisante Details über angeblich toxische Arbeitsbedingungen

Graham Chase Robinson arbeitete von 2008 bis 2019 für Robert De Niro – angefangen als persönliche Assistentin, kletterte sie die Karriereleiter bis zur Position als „Vice President of Production and Finance“ bei De Niros Unternehmen Canal Productions hinauf. Dann wurde sie entlassen und von Robert auf sechs Millionen US-Dollar Schadensersatz verklagt, weil sie auf der Arbeit angeblich zu viel Netflix geschaut und außerdem viele private Einkäufe mit der Firmenkreditkarte getätigt hätte.

Das lässt die Geschäftsfrau, die bei dem Unternehmen zuletzt 300.000 Dollar Gehalt im Jahr kassiert haben soll, nicht auf sich sitzen. In einer Gegenklage wirft sie Robert De Niro frauenfeindliches Verhalten und regelmäßige Grenzüberschreitungen auf der Arbeit vor. Wegen sexistischer Diskriminierung verlangt sie das Doppelte als Schadensersatz – ganze zwölf Millionen US-Dollar. Die Justiz-Schlammschlacht läuft schon seit drei Jahren. Ein Transkript, das dem Magazin „Radar“ vorliegt, offenbart nun, was die Ex-Mitarbeiterin ihm vorwirft.

"Er kannte absolut keine Grenzen"

De Niro habe sie mehrfach als „Schlampe“ beschimpft, „mehr als fünf Mal“ in der Zeit, in der Graham für ihn arbeitete. Noch öfter habe er sie „Göre“ genannt und für eine andere Kollegin in deren Abwesenheit ein vulgäres Wort benutzt, das mit „F“ anfängt. Der 78-Jährige habe immer wieder unangebrachte Witzchen über die Potenzmittel gemacht, die er verschrieben bekommt. Außerdem sei es in all den Jahren mehr als einmal vorgekommen, dass er während gemeinsamer Telefonate hörbar urinierte.

Graham berichtete ausführlich von einem weiteren speziellen Vorfall im Eigenheim des New Yorkers, der mit dem Erledigen des Geschäfts zu tun hatte: Er habe sie in sein Badezimmer geführt, um ihr zu zeigen, wo sie einen Fernseher aufstellen solle. Dabei habe er sich über die Toilette gehockt und sie angewiesen, „sich bildlich vorzustellen, wie ich auf dem Klo sitze“, damit sie das TV-Gerät korrekt platzieren könne. Das habe sie als sehr unangemessen empfunden.

Robert De Niro weist alle Vorwürfe von sich und hatte direkt nach der Erhebung gefordert, dass die Klage gegen ihn fallen gelassen wird. Der mehrfache Oscar-Preisträger bekommt keine Ruhe. Seit 2018 führt er einen Rosenkrieg gegen Noch-Ehefrau Grace Hightower. Seine Suche nach der richtigen Partnerin soll der Vater von insgesamt sechs Kindern aber noch nicht aufgegeben haben. (result)