Roaming-Gebühren im Ausland: Das ändert sich

22. April 2016 - 11:45 Uhr

Schon zum 30. April sollen die Roaming-Kosten weiter sinken

Dank Flatrates telefonieren wir inzwischen stundenlang ohne Aufpreis. Nur im Urlaub werden die Gespräche kurz gehalten, damit die Zusatzgebühren nicht zu sehr das Budget belasten. Das wird sich bald ändern. Das EU-Parlament hat heute darüber abgestimmt, dass die Roaming-Gebühren im EU-Ausland zum Großteil wegfallen werden.

Mit dem Smartphone am Strand
Telefonieren am Strand im EU-Ausland könnte bald deutlich günstiger werden.
© dpa, Friso Gentsch

Ab dem 15. Juni 2017 soll das neue Gesetz gelten. Roaming-Aufschläge sind dann für viele Menschen abgeschafft. Denn wer ein Freikontingent an Telefonminuten, SMS oder Daten hat, kann diese dann im EU-Ausland genauso nutzen wie zu Hause. Wer jetzt denkt: Dann kaufe ich mir im günstigeren Ausland einfach eine SIM-Karte für das Handy und mache permanentes Roaming in Deutschland um Geld zu sparen, liegt falsch. Denn ab einer bestimmten Menge an Anrufen, SMS oder Daten dürfen Anbieter dann doch noch Aufschläge erheben. Wie hoch diese sein werden, ist noch unklar. Sie sollen aber deutlich unter den derzeitigen Obergrenzen liegen.

Doch nicht erst ab Juni 2017 wird es günstiger. Schon zum 30. April 2016 sollen die Roaming-Kosten weiter sinken. Ab da dürfen Telefonate aus dem EU-Ausland nur noch 5 Cent pro Minute zusätzlich kosten, bei SMS sind es 2 Cent. Beim Surfen darf jedes Megabyte mit höchstens 5 Cent extra zu Buche schlagen. Die Mehrwertsteuer ist jeweils noch drauf zu rechnen. Doch selbst damit bleiben die Gesamtpreise weit unter den derzeitigen Obergrenzen von maximal 19 Cent pro Minute, 6 Cent pro SMS und 20 Cent pro Megabyte.

Ohne zusätzliche Kosten die Urlaubsfotos direkt vom Strand ins Netz stellen und dabei noch stundenlang telefonieren: In Zukunft wird das wahr werden.