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Explodierende Infektionszahlen sprengen Kapazitäten

Neue Corona-Teststrategie: Wer bekommt jetzt noch einen PCR-Abstrich?

07. November 2020 - 11:29 Uhr

Ärzte und Testzentren müssen Corona-Tests drastisch reduzieren

Mehr als 20.000 Corona-Neuinfektionen in den letzten Tagen - das ist neuer Höchststand und schon jetzt mehr, als die Kanzlerin für Weihnachten befürchtet hatte. Und als wäre das nicht schon alarmierend genug, müssen Ärzte und Testzentren die Corona-Tests jetzt drastisch reduzieren, weil die Labore inzwischen komplett überfordert sind. Aber wer darf jetzt überhaupt noch prüfen lassen, ob er infiziert ist oder nicht? Und an wen wendet man sich da am besten? Das erfahren Sie im Video!

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1,4 Millionen Tests in einer Woche: "Weder möglich, noch erforderlich"

Mund auf, mit dem Teststäbchen tief im Rachen abstreichen und ab damit ins Labor – mehr als 1,4 Millionen mal wurde in Deutschland ein solcher Corona-Test allein in der letzten Woche gemacht. Auch bei Menschen mit leichten oder gar keinen Symptomen – aber damit soll jetzt Schluss sein: "Um alle Personen mit Erkältungssymptomen zu testen, müssten wir wöchentlich mehr als drei Millionen Tests durchführen, das ist weder möglich, noch erforderlich", sagte Prof. Dr. Lars Schaade vom Robert-Koch-Institut in einer Pressekonferenz.

PCR-Abstrich: Diese Kriterien müssen erfüllt sein

Dabei haben viele Menschen nur leichte Symptome, sind aber infiziert. Sie können damit auch andere anstecken. Trotzdem empfiehlt das Robert-Koch-Institut allen Ärzten, ab jetzt nur noch zu testen, wenn schwerer Husten, Fieber, Atemnot, Störungen des Geruchs- oder Geschmackssinns vorliegen, wenn die symptomatische Person oder ihre Kontaktpersonen aus den Risikogruppen stammen oder die Wahrscheinlichkeit, dass die Person dem Virus ausgesetzt war, hoch ist. Nur dann soll der Hausarzt einen PCR-Test machen – und nur dann wird er auch bezahlt.

Fünf Tage Quarantäne sind fünf Tage voller Sorgen

Noch nie in der Geschichte wurden für eine Krankheit so viele Tests aufgewendet wie für Covid-19. Und das hat Folgen: Die Labore sind vielerorts überlastet, Materialien werden knapp und Ergebnisse verzögern sich. Jetzt also soll weniger getestet werden, stattdessen ist Quarantäne angesagt: "Fünf Tage zu Hause bleiben", empfiehlt RKI-Vizepräsident Schaade. Fünf Tage lang also erst einmal mit der Sorge leben, vielleicht das gefährliche Virus zu haben - das beunruhigt verständlicherweise viele Menschen.

Wer unsicher ist, fragt am besten den Hausarzt

"Man muss die Teststrategie auf die Menge Tests, die man hat, anpassen. Die Teststrategie, die jetzt vom Robert-Koch-Insititut empfohlen worden ist, die wäre völlig unsinnig, wenn man mehr Tests hätte Aber es sind leider nicht mehr Tests verfügbar", stimmt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zu.

Aber wer unsicher ist und trotzdem einen Test machen will, fragt am besten telefonisch beim Hausarzt nach. "Wenn Patienten leichtere Symptome haben oder zum Beispiel chronisch erkrankt sind, also zu einer Risikogruppe gehören, auch die werden künftig noch mit einem PCR-Test getestet", betont zudem Medizinexperte Dr. Christoph Specht.

Oder Sie versuchen, einen Schnelltest - auch Antigentest genannt - zu bekommen. Die gibt's zum Beispiel in Testzentren. Sie sind jetzt die große Hoffnung - vor allem für medizinisches Personal und Altenheime.

Neue Doku auf TVNOW: "Corona - Die 2. Welle"

Wie konnte es zu den vielen Corona-Erkrankten und dann zum Teil-Lockdown kommen? Mit aufwendigen Experimenten ergründen wir das in der neuen Doku "Corona - Die 2. Welle" auf TVNOW.

Video-Playlist: Alles, was Sie über Corona wissen müssen

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