R-Wert rutscht unter kritische Marke von 1,0

Vier Bundesländer ohne Corona-Neuinfektionen

Coronavirus - Alltag nach Lockerungen Berlin, DEU, 22.05.2020 - Dichtes Gedraenge rund um den Alexanderplatz. Menschen
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03. Juni 2020 - 10:36 Uhr

Die Reproduktionszahl liegt bei 0,89

Gute Nachrichten aus dem Nordosten. Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg haben am Dienstag keine neuen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. 

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RKI: Rund 7.100 aktive Fälle in Deutschland

​Die geschätzte Zahl von registrierten und noch aktiven Corona-Fällen in Deutschland beträgt derzeit rund 7.100. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Zahl der Neuinfektionen verharrt weiter auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 213 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet (Stand 2.6. 0 Uhr).

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, ist nach aktuellsten RKI-Angaben wieder unter die kritische Marke von 1,0 gerutscht, nämlich auf 0,89 (Datenstand 2.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,20 (Datenstand 1.6. 0 Uhr) gelegen.

Kritische Lage in Göttingen

Bis auf vereinzelte Ausnahmen vermeldeten alle Landkreise in Deutschland laut RKI in den vergangenen sieben Tagen weniger als 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das RKI weist aber darauf hin, dass seine Zahlen von den aktuelleren lokalen Angaben abweichen können. Rund 100 von etwa 400 Landkreisen waren innerhalb dieses Zeitraums demnach gar keine Neuinfizierten bekannt.

Ein Corona-Ausbruch in Göttingen hat unterdessen auch weitreichende Folgen für mehrere Hundert Schüler. Infolge von privaten Feiern zum muslimischen Zuckerfest haben sich in Göttingen mittlerweile 80 Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Laut der Stadt befinden sich aktuell 230 Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen sowie 140 im restlichen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in Quarantäne.

Weniger Patienten auf Intensivstationen

Außerdem ist die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung über die vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. Laut dem DIVI-Intensivregister wurden Stand Dienstag 689 an Covid-19 erkrankte Menschen auf Intensivstationen betreut, etwa die Hälfte von ihnen wurde beatmet. Mitte April waren es zeitweise noch mehr als 2.900 Patienten gewesen. Zwar müssen die Kliniken die Belegung ihrer Intensivbetten an das Register melden, trotzdem schwankt die tägliche Zahl der meldenden Klinik-Standorte.

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