Essen macht 20 Prozent unserer CO2-Bilanz aus

So schlecht ist Bolognese mit Rinderhack fürs Klima

12. Februar 2019 - 18:29 Uhr

Heimische Produkte oft umweltverträglicher

Nicht nur Liebe geht durch den Magen, sondern auch Klimaschutz. Denn ein großer Anteil der sogenannten Treibhausgase entsteht durch unser Essen. 20 Prozent des CO2-Ausstosses gehen darauf zurück. Wer wissen möchte, wie umweltfreundlich sein Essen ist, kann das jetzt auf einer neuen Internetseite nachprüfen. Warum Rinderfleisch besonders problematisch ist, erfahren Sie im Video. 

500 Lebensmittel in der Datenbank

Auf der Webseite können Verbraucher beispielsweise sehen, wie sich die Ökobilanz verändern, wenn das Fleisch aus Südamerika importiert wird. Beispiel: Rinderhüftsteak mit Kartoffeln und Bohnen.

Sind alle Zutaten aus Deutschland, gehen dafür 6,6 Kilo CO2 drauf. Sind das Steak aus Argentinien, die Kartoffeln aus Israel und die Bohnen aus Kenia, sind es direkt drei Kilo mehr (9,6) - so viel, wie auf einer 25-Kilometer Autofahrt mit einem Kleinwagen.

Auch die Bilanz einer Portion heimischer Erdbeeren ist besser als die einer Ananas aus Ghana, die mit dem Flugzeug nach Deutschland geflogen wird - weil vor allem die hohen Transport- und Lagerkosten wegfallen. Aus dem gleichen Grund kommt Spargel aus Baden im Mai besser weg als peruanischer im Winter.

Fürs Klima ist also wichtig, wie wir einkaufen. Das wollen auch die Macher der "KlimaTeller App" zeigen. Die heißt zwar App, ist aber eine Internetseite. Hier kann der User selbst Rezepte eingeben und sich anzeigen lassen, wie sich die Öko-Bilanz verändert.