Bahnhof abgeriegelt

Riesige schwarze Rauchwolke über Pariser Bahnhof Gare de Lyon

Fire in progress near the Gare de Lyon train station in Paris, France on February 28, 2020.
Fire in progress near the Gare de Lyon train station in Paris, France on February 28, 2020.
© picture alliance / abaca

28. Februar 2020 - 18:58 Uhr

Rauchwolken und Flammen am Gare de Lyon zu sehen

Flammen und Rauchwolken am Pariser Bahnhof Gare de Lyon: Dort waren am Freitagabend große Rauchwolken und auch Flammen zu sehen. Nach ersten Erkenntnissen ist es rund um das Konzert eines kongolesischen Sängers zu Ausschreitungen gekommen. Außerdem habe es außerhalb des großen Bahnhofs Demonstrationen gegeben. Dabei hätten auch Autos gebrannt. Der Bahnhof wurde evakuiert und geschlossen.

Kongolesische Sänger Fally Ipupa sollte Konzert geben

Weil sie Unruhen befürchtete, hatte die Pariser Polizeipräfektur zuvor ein Demonstrationsverbot rund um die Konzertarena in der Nähe des Gare de Lyon erlassen. Der kongolesische Sänger Fally Ipupa sollte dort am Freitagabend ein Konzert geben. Laut Polizei hatte es zuvor in sozialen Netzwerken Aufrufe zu Protesten und Kämpfen gegeben. Bereits am Nachmittag hatte es zwei Festnahmen gegeben.

Exil-Kongolesen werfen dem Künstler vor, dem ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila und seinem Nachfolger Félix Tshisekedi nahe zu stehen. 2017 war Berichten zufolge ein Fally-Ipupa-Konzert an einem anderen Pariser Veranstaltungsort wegen der Gefahr "schwerwiegender Störungen der öffentlichen Ordnung" abgesagt worden.​

Bahnhof in Paris vorübergehend geschlossen

Fire fighters work at the scene of a fire near Gare de Lyon railway station in Paris, France, February 28, 2020. REUTERS/Gonzalo Fuentes
Feuerwehrmänner haben in Paris mehrere Brände löschen müssen.
© REUTERS, GONZALO FUENTES, THO

Auf Twitter teilte die Staatsbahn SNCF mit, dass der Bahnhof geschlossen wurde. Vom Gare de Lyon fahren die Züge Richtung Südfrankreich. Gerade in den Abendstunden herrscht dort großer Andrang. Eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur berichtete, ein massives Sicherheitsaufgebot sei vor Ort, Panik gebe es aber nicht.