„Euer Spaß hat sie getötet“

Boxerhündin hat solche Angst vor Feuerwerk, dass sie stirbt

Boxerhündin Magui stirbt in den Armen ihres Herrchens.. Aus Angst vor Feuerwerk.
© Antonella Modasjazh

20. Dezember 2019 - 10:02 Uhr

Hündin Magui stirbt in den Armen ihres Herrchens

Es sind Bilder, die einem die Tränen in die Augen treiben. Ein junger Mann beugt sich über seine Boxerhündin und versucht verzweifelt, sie zu umarmen und zu beruhigen. Doch die Hunde-Dame Magui stirbt in seinen Armen. Aus Angst und Panik vor dem Feuerwerk, das draußen auf der Straße gezündet wird. Antonella Modasjazh postete das Bild ihres Sohnes und seiner Hündin, das nun viral geht.

​Es ist ein Sinnbild dafür, was wir den Tieren antun, wenn wir sie durch Knallerei und Lärm in Panik versetzen.

Feuerwerks-Lärm löste Panik-Attacke bei der Hündin aus - keiner kam zur Hilfe

Die traurige Geschichte ereignete sich in der argentinischen Stadt Esquel. Unbekannte hatten im Freien ein riesiges Feuerwerk gezündet. Die Boxerhündin Magui wurde durch den Lärm in solchen Stress versetzt, dass sie mehrere Panik-Attacken erlitt. "Wir wussten nicht mehr, wohin mit ihr", schreibt Modasjazh in einem Facebook-Post. «Während andere ausgelassen feierten, hatte unsere Hündin riesige Angst vor der lauten Knallerei.»

Voller Verzweiflung telefonierte Antonella sämtliche Tierärzte in der Umgebung ab. Doch sie erhielt keine Hilfe. Währenddessen versucht ihr Sohn alles um die panische Hündin zu beruhigen, legt sich zu ihr, umarmt sie, versucht, ihr durch seine Nähe die Angst zu nehmen. Doch es hilft alles nichts. Ohnmächtig muss Antonella mit ansehen, wie ihr geliebter Familienhund in den Armen ihres Sohnes verstirbt, wie die argentinische Zeitschrift "Lmneuquen" berichtet.

Sein Herrschen versucht den Hund durch Umarmung zu retten.
Obwohl sein Herrchen alles tut, um den geliebten Familienhund zu beruhigen, stirbt er an einer Panikattacke.
© Antonella Modasjazh

Antonellas Facebook-Post geht viral

Auf Facebook postete die Argentinierin daraufhin zwei Bilder, die ihren Sohn mit der sterbenden Hündin zeigen. Der Post ging viral, nachdem die argentinische Tierschutzgruppe "Amigos delos Animales Esquel" das Bild im Netz teilte. Tausende Menschen drücken seitdem ihr Beileid und Mitgefühl aus. Und ihre Empörung darüber, dass kein Arzt zu Hilfe gekommen war, um das Tier zu retten. In ihrem Post fordert die Tierschutz-Organisation die Menschen nachdrücklich dazu auf, während der Feiertage kein Feuerwerk zu zünden.

„Sie war unser geliebtes Maskottchen“

Antonella selbst schreibt in ihrem Facebook-Post zu den traurigen Bildern:

"Sie war unser geliebtes Maskottchen. Sie hieß Magui und ist vorhin gestorben. Sie war alt und sie hatte Angst vor Feuerwerk. Wir wussten nicht wohin mit ihr. Während andere Spaß hatten, hat sie sehr gelitten. Sie hatte einen Anfall und wir riefen alle Tierärzte Esquels an, damit sie uns helfen, aber keiner kam uns zu Hilfe. Die Hündin starb in den Armen meines älteren Sohnes, der mich anflehte, dass ich nochmal alle anrufen soll, während ich versuchte, irgendwen zu kontaktieren… Jetzt weinen wir.

Mit dem gebrochenen Herz meiner Söhne und meinem Herzen, weil ich nichts machen kann, bitte ich sie nur um zwei Dinge: Keine Pyrotechnik! Und Tierärzte, macht bitte Notfalleinsätze!!!"

Es ist ein zutiefst betroffen machendes Beispiel dafür, was die Tiere - auch bei uns - bei Feuerwerk erleiden müssen. Jeder von uns kann daran denken, wenn er seine nächste Runde Knaller einkaufen gehen will. Denn nicht nur die Tiere leiden unter dem Feuerwerks-Lärm, auch unsere Umwelt.