Riesen-Razzia im Rotlichtmilieu

14. Februar 2016 - 12:00 Uhr

Mit einer flächendeckenden Razzia in bundesweit rund 1000 Bordellen hat die Polizei nach Hinweisen auf Menschenhändler aus Westafrika gesucht. An der Aktion am Donnerstag waren nach Angaben des Bundeskriminalamtes 120 Polizeidienststellen beteiligt. Die Beamten trafen rund 170 Prostituierte aus Westafrika an, wie das BKA in Wiesbaden berichtete. Bei einigen bestehe der dringende Verdacht, dass sie Opfer von Menschenhändlern seien. Die näheren Ermittlungen dauerten noch an.

Die Ermittler vermuten nach ihren bisherigen Erfahrungen ein bundesweites Netz von westafrikanischen Zuhältern, eingeschleusten Prostituierten, Geldwäschern, Passverleihern, Dokumentenfälschern und Schleusern. Analysten der europäischen Polizeibehörde Europol waren ebenfalls an der Razzia beteiligt, um Verbindungen ins europäische Ausland zu erhellen.