Wären Sie darauf gekommen?

Riesen-Holzpfähle in Hamburg: Was hat es damit auf sich?

16. Februar 2021 - 17:08 Uhr

Hamburg baut Unterbringung für Fledermäuse

Die sechs unverkennbaren Holzpfähle direkt am U-Bahnhof Rauhes Haus in Hamburg sorgen für Aufsehen und wohl auch für ein bisschen Verwirrung. Beim ersten Anblick ist es jedenfalls schwierig zu sagen, was die Pfähle eigentlich bezwecken sollen.

Welche Ideen die Hamburger selbst mit den mysteriösen Bauten verbinden, sehen Sie im Video.

Mitten in der Stadt: Neuer Lebensraum für Fledermäuse

Im Rahmen des Projekts "Deine Geest" hat die Umweltbehörde in Zusammenarbeit mit dem NABU die Holzpfähle aufgestellt. Fledermäuse sind eigentlich Höhlenbewohner, doch davon gibt es in Hamburg nicht viele, sodass jetzt eine Art Fledermaus-Hotel für die 14 in Hamburg heimischen Arten eröffnet wurde. "Es ist nicht gerade eine Stadtverschönerung. Es ist einigermaßen kurios und bizarr, dass wir jetzt hier Fledermäuse ansiedeln, das ist glaube ich kaum kommunizierbar. Aber wie gesagt, es war noch Geld da, das musste ausgegeben werden und das ist das Ergebnis", sagt ein Passant gegenüber RTL Nord.

Fledermäuse gehören zu den bedrohtesten Säugetieren

Fledermaus
Eine Fledermaus der Art "Großes Mausohr" aus der Gattung der "Mausohren" im Flug. Foto: Klaus Bogon/Landkreis Fulda
© deutsche presse agentur

Fast alle heimischen Fledermausarten stehen bei uns auf der roten Liste. Keine andere Säugetiergruppe ist laut Nabu in Deutschland mehr gefährdet. Grund dafür sei vor allem der Wegfall geeigneter Lebensräume: Alte Baumbestände, die in ihren Höhlen und Ritzen ausgiebigen Unterschlupf für die Tiere gewähren, verschwinden zunehmend – auch zum Leid des Abendseglers, der größten Fledermausart in Hamburg. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 40cm kann der sogenannte Abendsegler vor allem über Hamburger Parks und Friedhöfen gesehen werden.

Auch interessant