Ricky Martin: Projekt 2009 Puerto Rico

19. Juni 2020 - 16:47 Uhr

Aufbau eines Zentrums für bedürftige Kinder in Loiza/Puerto Rico

Ricky Martin ("Livin' la vida loca", "Maria") ist mit fünf Geschwistern in der Hauptstadt Puerto Ricos aufgewachsen. Seit 2008 ist der erfolgreiche Latino-Pop-Star (65 Millionen verkaufte Alben weltweit) selbst Vater von Zwillingen. "Sind Kinder unsere Zukunft? Nein, das sind sie nicht. Sie sind unsere Gegenwart." Unter dem Motto kämpft der fünffache Grammy-Gewinner mit seiner Ricky Martin Foundation seit 2004 für die Rechte der Kinder in seinem Heimatland. Vier Jahre später rief die Stiftung "People for Children" ins Leben, um die Ausbeutung von Kindern zu stoppen.

Mehr als die Hälfte der Kinder in Puerto Rico leben unterhalb der Armutsgrenze: Ohne Perspektive, ohne abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung und damit ohne jede Chance. Ein Teufelskreis. Hinzu kommt die Gewalt, die ein großes Problem auf der Insel ist.

Ricky Martin: „Sind Kinder unsere Zukunft? Nein, das sind sie nicht. Sie sind unsere Gegenwart.“

Pop-Star Ricky Martin setzt sich für den Aufbau eines Zentrums für bedürftige Kinder in Loiza, Puerto Rico ein. Mit den Spenden aus dem RTL-Spendenmarathon soll eine Anlaufstelle geschaffen werden, in dem die Kinder der Armut und Gewalt entfliehen kö

Loiza zählt zu den ärmsten Gemeinden Puerto Ricos. 68 Prozent der 30.000 Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Arbeitslosenrate liegt bei 29,2 Prozent. Um zum Familienunterhalt beizutragen, müssen viele Kinder und Jugendliche arbeiten. Gewalt, Prostitution, Missbrauch, Verbrechen und Drogenmissbrauch sind allgegenwärtig und prägen das Straßenbild. Für die Kinder und Jugendlichen gibt es keine Perspektive für eine bessere Zukunft.

Mit den Spenden aus dem RTL-Spendenmarathon soll eine Anlaufstelle geschaffen werden, in dem die Kinder der Armut und Gewalt entfliehen können. Das "Child Development and Prevention Center" wird verschiedenste Angebote bieten: Schulunterricht, Computerkurse und medizinische Betreuung. Damit die Wurzeln der Kultur erhalten bleiben, sollen zudem künstlerische Kurse in Malerei, Fotografie, Yoga, Meditation und Tanz (z.B. der traditionelle Bomba) angeboten werden. In liebevoller und professioneller Betreuung sollen so die Kinder individuell gefördert und unterstützt werden. Wichtig ist, dass sie ihr volles Potenzial ausschöpfen, ihre Talente entdecken und entwickeln. Zurzeit werden übergangsweise in den Räumen einer Schule 60 Kinder nachmittags betreut, mehr als 1.000 Kinder stehen auf der Warteliste.