Revisionsprozess in Düsseldorf: Darf Raucher Friedhelm (75) zurück in seine Wohnung?

Raucher Friedhelm sitzt qualmend in seiner Wohnung in Düsseldorf.
Raucher Friedhelm sitzt qualmend in seiner Wohnung in Düsseldorf.
© dpa, Rolf Vennenbernd

18. Februar 2015 - 20:01 Uhr

Richter stellt sich auf die Seite des 75-Jährigen

Darf der bekannteste Kettenraucher Düsseldorfs zurück nach Hause? Friedhelm Adolfs (75) wohnt vierzig Jahre in seiner Wohnung, bis er von der Vermieterin die Kündigung kassierte. Grund: Da er in der Wohnung rauchte und der Zigarettenqualm durch die Wohnungstür ins Treppenhaus und anliegende Büroräume gezogen sei, sei dies für die Nachbarn unzumutbar gewesen.

Dagegen klagte Adolfs, doch das Amtsgericht gab der Dame recht – wegen eines Formfehlers. Vor dem Landgericht kämpft der 75-Jährige nun in der Revision um die Rückkehr in seine vier Wände.

Und da sieht es gar nicht schlecht aus für den Raucher, berichtet express.de. Denn der Richter ist zu Beginn des Berufungsprozesses auf Adolfs Seite. Das begründet er damit, dass zum einen Rauch nach oben steige und nicht zur Seite. Zudem liege eine Geruchs- und keine Gesundheitsgefährdung vor.

Ausführliche Begründung

Außerdem sei die Vermieterin dafür zuständig gewesen, die Wohnungstür so abzudichten, dass kein Rauch aus der Wohnung dringt. Und die Zeitspanne zwischen Abmahnung und Kündigung habe anderthalb Jahre betragen. Das sei zu lange.

Das Urteil soll Mitte März fallen. Eines zugunsten Adolfs wäre allerdings auch kein Persilschein für andere Raucher.