Nach monatelanger Rettungsaktion

Tierschützer retten neun seltene Giraffen erfolgreich von sinkender Insel

15. April 2021 - 7:07 Uhr

Neun Rothschild-Giraffen konnten erfolgreich umgesiedelt werden

Wie schön! Kenianischen Tierschützern ist die Rettung neun seltener Giraffen geglückt. Diese wurden 2011 auf die Insel Longicharo im Baringo-See umgesiedelt, um dort die Population der Rothschild-Giraffen wieder aufzubauen. Doch jetzt droht die Insel im Wasser zu versinken. Nun konnten die letzten beiden Giraffen erfolgreich aufs Festland gebracht werden. Wie die spektakuläre Rettungsaktion genau ablief, sehen Sie oben im Video.

Die Insel auf der die Giraffen lebten drohte zu sinken

Ein Happy End für die Rothschild-Giraffe "NKarikoni" und und ihr Kälbchen "Noella". Vergangenen Freitag konnten auch die letzten Tiere von der sinkenden Insel in Kenia gerettet werden. Mit einer eigens gebauten "Giraffenfähre" wurden die beiden in ihr neues Zuhause geschifft, wo ihre sieben Artgenossen bereits auf sie warteten.

Erst vor zehn Jahren sind die Tiere in das Reservat im Baringo-See gezogen. Dort war die Art einst Zuhause. Durch den stetigen Anstieg des Wasserspiegels sei die Insel jedoch immer kleiner geworden, was zu einem Futtermangel führte. Um das Überleben der kleinen Population zu sichern, starteten die Tierschützer deshalb vergangen Dezember eine Rettungaktion für die seltene Unterart.

Warum stieg das Wasser an?

Mithilfe von Mangos seien die Giraffen auf das Boot gelockt und auf die Überfahrt vorbereitet worden. Nun leben sie in einem rund 18 Quadratkilometer großen Reservat der Ruko Community Conservancy. Die Tierschützer hoffen darauf, dass sich die Giraffen in ihrem neuen Zuhause schnell ansiedeln und vermehren.

Der Grund für den Anstieg des Wasserspiegels wird derzeit von Wissenschaftler heiß diskutiert, denn die Zunahme im Baringo-See ist keine Ausnahme. Mehrere Seen in Kenia sind von einem enormen Wasseranstieg betroffen. Es wäre möglich, dass geologischen Veränderungen tief im Erdboden zu der Problematik führen. Aber auch die zunehmende Abholzung stromaufwärts, die zu mehr Sediment in den Seen führt, könnte Grund für die drohenden Überschwemmungen sein.

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