2018 M07 11 - 9:52 Uhr

Marinetaucher starb in der thailändischen Höhle

Die Erleichterung über das Ende des thailändischen Höhlendramas ist riesig. Doch in alle Freude mischt sich am Morgen nach der dramatischen Bergung der Eingeschlossenen auch Trauer. Denn Marinetaucher Saman Kunan bezahlte die Rettungsaktion mit dem Leben.

Achterbahn der Gefühle

Über zwei Wochen mussten die zwölf Jungen und ihr Fußballtrainer darauf warten, aus der Höhle in der thailändischen Provinz Chiang Rai befreit zu werden. Am Dienstag dann endlich die Nachricht, auf die Angehörige, Freunde und Helfer so lange gewartet haben: Alle sind in Sicherheit, und es geht ihnen den Umständen entsprechend gut. Aber nach der ersten Euphorie herrscht alles andere als grenzenloser Jubel – Marinetaucher Saman Kunan verlor beim Versuch, das Fußballteam zu retten, sein Leben.

Dem Taucher ging Freitag im gefährlichsten Abschnitt der Höhle der Sauerstoff aus. Für die Thailänder ist er ein Held, seine Kameraden nennen ihn "Märtyrer der Tham-Luang-Höhle". Dass die Rettung der Eingeschlossenen ohne weitere Todesopfer gelingen könnte, hatten viele Experten bezweifelt. Doch am Ende schafften Saman Kunans Tauchkameraden das fast Unmögliche und befreiten alle Jungen und ihren Fußballtrainer.