Retter der CSU: Ist es Zeit für das Guttenberg-Comeback?

26. März 2015 - 10:21 Uhr

Seehofer: "Starke Figur" und "gutes Personal"

Schon direkt nach dem Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) im März 2011 hatte sein Partei-Chef Horst Seehofer verlauten lassen, dass der Ex-Verteidigungsminister immer in der CSU willkommen ist. Mittlerweile sind dreieinhalb Jahre, eine Wahl in Bayern und eine Wahl im Bund vergangen. Zwar hat die CSU noch immer Plätze am Kabinettstisch in Berlin und in Bayern sogar die absolute Mehrheit wieder erlangt, doch es könnte besser laufen.

Comeback für Guttenberg?
Guttenberg: Rückkehr auf die Polit-Bühne?
© dpa, Marius Becker

Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Seehofer ecken ständig mit ihren Plänen und Vorschlägen zur Maut an und beschweren sich über die Maut-Skeptiker und Maut-Gegner in Reihen der CDU und der SPD, den Koalitionspartnern der CSU.

Dazu kam in Bayern noch die Modellaffäre um Ministerin Christine Haderthauer. Alles in allem könnte es für die CSU besser laufen. Eigentlich die perfekte Ausgangslage für das Comeback eines gefallenen und geläuterten Hoffnungsträgers wie Karl Theodor zu Guttenberg.

Der Ex-Verteidigungsminister soll beim CSU-Parteitag im Dezember an einer Podiumsdiskussion zum Thema Außenpolitik teilnehmen. Seehofer hatte sich zuletzt vor zwei Wochen für eine Guttenberg-Rückkehr offen gezeigt. "Meine Tür steht offen für Karl-Theodor zu Guttenberg", hatte er dem 'Focus' gesagt. Guttenberg sei auch nach seinem Rückzug aus der Politik "eine starke Figur" und ein Beispiel für "gutes Personal" der CSU. "Wie sich das bei ihm weiter entwickelt, werden wir sehen." Guttenberg war 2011 im Zuge einer Plagiatsaffäre zurückgetreten und arbeitet nun in den USA.