Resozialisierung von Sexualstraftätern: Wie hoch ist die Rückfallquote?

01. März 2018 - 6:05 Uhr

Kann Resozialisierung von Sexualstraftätern gelingen?

Eine Frau wird auf einem Friedhof in Bochum vergewaltigt. Der Tatverdächtige: Ein bereits zweifach verurteilter Sexualstraftäter, der an einem Programm zur Resozialisierung teilnahm. Der Fall ist nicht nur brisant, weil die Polizei ihn erst nach Medienberichten publik machte. Er wirft auch erneut die Frage auf, wie erfolgreich die Resozialisierung von Straftätern wirklich ist.

Ein Konzept zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern

Seit 2014 war der Sextäter auf freiem Fuß. "Er hatte einen festen Job. Er war in einer festen Beziehung. Er hatte eine Partnerin, die er heiraten wollte dieses Jahr. Und er hat alle therapeutischen Angebote angenommen", sagt Frank Lemanis von der Polizei Bochum. Damit gemeint: Das Konzept zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern - kurz: KURS.

Das Therapieprogramm gibt es in Nordrhein-Westfalen seit knapp acht Jahren. Andere Bundesländer haben ähnliche Programme. Wir haben uns angesehen, was genau dahinter steckt und die entscheidende Frage gestellt: Wie hoch ist die Rückfallquote?