Rente mit 63: Ältere werden auf dem Jobmarkt ausgebremst

225.00 Menschen haben einen ANtrag auf die Rente mit 63 eingereicht.
225.00 Menschen haben einen ANtrag auf die Rente mit 63 eingereicht.
© dpa, Patrick Seeger

09. April 2015 - 17:32 Uhr

Nur 0,45 Prozent gehen regulär arbeiten

Die neue Rente mit 63 bremst den Aufschwung am Jobmarkt für Ältere ab. Zuletzt gingen nur 0,45 Prozent mehr Ältere regulär arbeiten. Die Bundesregierung spricht von einer Delle.

Ende September 2014 gingen 1,79 Millionen Menschen zwischen 60 und 65 Jahren einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, wie die 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' unter Berufung auf die Bundesagentur für Arbeit berichtete. Das waren nur noch 0,45 Prozent mehr als Ende Juni 2014. 2013 hatte sich die Zahl der Beschäftigten in dieser Altersgruppe im gleichen Zeitraum noch um 2,8 Prozent erhöht. Seit 2008 hatte sie sich sogar mehr als verdoppelt.

Längerfristig gebe es weiter den Trend, dass längeres Arbeiten normal werde - zumal der mögliche Beginn der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren in den kommenden Jahren parallel zum normalen Renteneintrittsalter nach hinten rücke, langfristig werde sie zur Rente mit 65 Jahren. Bis Ende Februar hatten rund 255.000 Menschen einen Antrag auf die abschlagsfreie Rente mit 63 gestellt. Unions-Wirtschaftspolitiker hatten Korrekturen gefordert. Die Rente solle nicht zu teuer werden.