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"Rent a Beet": Kleingarten-Preise für Schwerin und Hamburg

Kleingarten
Ein Kleingarten. Foto: Jens Büttner/Archiv © deutsche presse agentur

Preisgekrönte Parzellen im Norden: Beim 24. Bundeswettbewerb "Gärten im Städtebau" haben zwei Kleingartensparten in Hamburg und Schwerin jeweils Silber geholt. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde zeichnete in diesem Jahr insgesamt 20 Anlagen in Deutschland mit sechs Gold-, zehn Silber- und vier Bronzemedaillen aus, wie der Verband am Samstag in Berlin mitteilte. Preisgelder in Höhe von 25.500 Euro wurden vergeben.

In der Anlage GBV Döhrnkamp in Hamburg-Lokstedt war die Jury vor allem von der Idee der Beete-Vermietung begeistert. Überall, wo sich ein Plätzchen fand, haben die Kleingärtner dort Hochbeete aufgestellt, die man nach dem Motto "Rent a Beet" für eine Saison mieten kann. "Ob Senioren, denen ein ganzer Garten zu viel ist, Gartenneulinge, die ein neues Hobby entdecken möchten, oder Nachbarn, die einfach eine Fläche für Kräuter und Mini-Gemüse suchen - die Hochbeete sind für viele die perfekte Lösung", hieß es.

In Schwerin zeigte sich die Jury vom Engagement der Stadtpolitik besonders beeindruckt: "Es gibt hier nicht nur einen Kleingartenbeirat, sondern sogar eine untere Kleingartenbehörde sowie einen Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, der sich ausschließlich mit dem Kleingartenentwicklungsplan beschäftigt." Von so viel politischer Unterstützung könnten Kleingärtner in den deutschen Großstädten oft nur träumen. In Schwerin wurde die Kleingartensparte "Panorama" im Stadtteil Neumühle ausgezeichnet, die mit familiärer Atmosphäre punktete.

Der Bundeswettbewerb "Gärten im Städtebau" gilt als Deutschlands wichtigster Ideenwettbewerb zur urbanen Gartenkultur und als eine Art Deutsche Meisterschaft der bundesweit rund 14.000 Kleingartenvereine. Den Wettbewerb gibt es seit 1951, er wird alle vier Jahre ausgetragen. Für die Endrunde qualifizieren sich die Gewinner der Landesvorauswahlen. Eine Fachjury begutachtet alle Finalisten vor Ort.


Quelle: DPA

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