Wegen Blockade von Kimi Räikkönen

Rennleitung greift durch: Hamilton beim Österreich-GP um drei Startplätze nach hinten versetzt

29. Juni 2019 - 20:41 Uhr

Hamilton startet nur aus Reihe drei

Experte Timo Glock fürchtete, dass sich Lewis Hamilton "wieder einmal geschickt rausreden" könne, RTL-Reporter Heiko Waßer ahnte, dass der Brite straffrei ausgeht, doch allen Unkenrufen zum Trotz hat die Rennleitung in Spielberg anders entschieden: Der fünfmalige Weltmeister wurde nach seiner Blockade gegen Kimi Räikkönen um drei Startplätze zurückversetzt und nimmt den Grand Prix von Österreich (Sonntag ab 14.00 Uhr live im Free-TV bei RTL oder im Live-Stream bei TV NOW) nach Irritationen um die Startaufstellung von Platz vier auf. Die Szene seht ihr oben im Video.

Hamilton: Strafe "vollkommen verdient"

Bei der Anhörung vor den Stewards waren Hamilton die Argumente ausgegangen. "Ich habe versucht, den Weg freizumachen, aber das ist nicht optimal gelaufen. Das war nicht ideal", hatte der 33-Jährige schon kurz nach dem Qualifying eingeräumt.

Die Strafe nahm Hamilton äußerst sportlich: "Ich habe sie vollkommen verdient und kein Problem damit, sie zu akzeptieren", so der Titelverteidiger: "Es war mein Fehler. Ich übernehme die volle Verantwortung dafür. Es war aber keine Absicht. Egal, morgen ist ein neuer Tag und damit eine neue Gelegenheit, zu glänzen."

Im Video: Die Highlights von der Alpen-Quali

Räikkönen: "Er hat mich blockiert"

Auch aus der Sicht Räikkönens, der nicht dafür bekannt ist, Kollegen anzuschwärzen, war die Sache klar. "Ich musste bremsen, er hat mich natürlich blockiert, war leider zur falschen Zeit am falschen Ort. Und es gibt nun einmal Regeln dafür. Es gibt kein Problem zwischen uns. Wir waren alle schon einmal in der Situation und wurden dafür bestraft. Das ist manchmal nicht einfach", sagte der Finne.

Irritationen über Hamiltons Startplatz

Bei all dem Strafen-Wahn des Wochenendes herrschte lange Irritation darüber, von welchem Startplatz Hamilton nun ins Rennen gehen wird. Die vorläufige Startaufstellung führt ihn am Samstagabend nicht mehr auf Platz fünf, sondern auf Rang vier.

Grund dafür ist die Strafe gegen Kevin Magnussen, der sich auf Platz fünf qualifiziert hatte, wegen eines Getriebewechsels aber fünf Plätze nach hinten muss. Die offizielle Seite der Formel 1 hatte Hamilton zunächst auf der Fünf geführt.

Die große Quali-Analyse und Fahrer-Reaktionen aus Spielberg im Video

Verstappen befürwortet Hamilton-Strafe

Auch Max Verstappen hatte sich nach Blick auf die Szene für eine Strafe ausgesprochen. "Wenn die Sportkommissare konstant vorgehen, dann wird Lewis bestraft. Es gab schon genug Fahrer, die für sowas bestraft wurden", sagte der Niederländer, der durch Hamiltons Strafe auf Startplatz zwei vorrückt. Zweiter Profiteur ist Valtteri Bottas, der auf Rang drei vorrückt.

Für ein ähnliches Vergehen war Sebastian Vettel an gleicher Stelle vor einem Jahr ebenfalls mit einer Rückversetzung um drei Startplätze belegt worden, nachdem er Carlos Sainz nicht gesehen und neben die Strecke gedrängt hatte.

Das Qualifying und alle Ergebnisse im Live-Ticker nachlesen