Rennabsage in Are: Rebensburg gewinnt Riesenslalom-Wertung

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18. März 2018 - 13:36 Uhr

Dritter Gewinn der Riesenslalom-Kristallkugel

Viktoria Rebensburg ist kampflos zu ihrer dritten Kugel-Trophäe im Weltcup gekommen. Weil das Saisonfinale in Are abgesagt werden musste, sicherte sich die 28-Jährige die Riesenslalom-Kugel. Der Erfolg war nach einem bärenstarken Winter verdient.

Rebensburg: "Das ist richtig schön, weil man weiß, wie viel harte Arbeit dahintersteckt"

ALPINE SKIING - FIS WC Final Are ARE,SWEDEN,15.MAR.18 - ALPINE SKIING - FIS World Cup Final, Super G, ladies. Image shows Viktoria Rebensburg (GER). Keywords: Stoeckli. PUBLICATIONxINxGERxHUNxONLY GEPAxpictures/xDanielxGoetzhaber
Nach Platz vier in der Abfahrt von Are, hatte sich Viktoria Rebensburg im Super-G unter der Woche Rang zwei erkämpft - und beendet die Gesamtwertung damit auf Rang drei!
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Viktoria Rebensburg hat sich zum dritten Mal nach 2011 und 2012 zur besten Riesenslalom-Fahrerin im alpinen Ski-Weltcup gekrönt. Die 28-Jährige sicherte sich in Are (Schweden) in ihrer Paradedisziplin die kleine Kristallkugel, profitierte dabei aber von der Absage des letzten Rennens. Rebensburg holte sich ihre dritte Trophäe dank 92 Punkten Vorsprung auf die Französin Tessa Worley. Zudem sicherte sie sich Platz drei in der Gesamtwertung hinter US-Star Mikaela Shiffrin und Wendy Holdener aus der Schweiz.

"Das ist richtig schön, weil man weiß, wie viel harte Arbeit dahintersteckt", sagte Rebensburg in der ARD. "Es zeigt, dass die Konstanz über die ganze Saison vorhanden war." Die Absage des Rennens wegen heftiger Sturmböen bedauerte sie, sagte aber: "Bei den Verhältnissen wäre ein faires Rennen nicht möglich gewesen." Auch der abschließende Herren-Slalom konnte nicht ausgefahren werden.

Einziger Wermutstropfen: Rang vier bei Olympia

Mehr als drei kleine Kugeln im Riesentorlauf gewann vor Rebensburg nur die Schweizerin Vreni Schneider mit fünf. Der Pokal war der 28-Jährigen vor dem letzten Renntag der Alpin-Saison ohnehin kaum noch zu nehmen: Um noch von Worley abgefangen zu werden, hätte Rebensburg die Top 15 verpassen und die französische Weltmeisterin zugleich das Rennen im WM-Ort von 2019 gewinnen müssen.

Die deutsche Olympiasiegerin von 2010 war die stärkste Athletin im Riesenslalom in diesem Winter, der für sie mit zwei Siegen in Sölden (AUT) und Killington (USA) optimal angefangen hatte. Insgesamt raste sie in acht Rennen zu drei Erfolgen und drei zweiten Plätzen, nur zweimal verpasste sie die Top 10. Als Wermutstropfen bleiben die Winterspiele in Pyeongchang, wo Rebensburg als Favoritin nur Vierte wurde.