Grünes Licht aus Frankreich

Renault sagt "Oui" zur Formel 1

FILE PHOTO: McLaren Announce Signing Of Daniel Ricciardo From Renault For 2021 F1 Winter Testing in Barcelona - Day Three
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29. Mai 2020 - 11:24 Uhr

Französischer Rennstall bekennt sich zur F1

Klares Bekenntnis: Trotz des weltweiten Stellenabbaus bleibt Renault der Formel 1 treu. Das bestätigte Generaldirektorin Clotilde Delbos im Rahmen einer Telefonkonferenz am Freitag. "Die Präsenz von Renault in der Formel 1 wird durch unseren Sparplan nicht infrage gestellt", sagte die 53-Jährige. Renault baut derzeit 15.000 Stellen ab, darunter 4.600 in Frankreich.

Renault bleibt - dem Kostendeckel sei Dank

Die gerade beschlossene Budgetdeckelung in der Formel 1, die ab 2021 bei 145 Millionen Dollar (133 Mio. Euro) liegt und in den folgenden Jahren schrittweise auf 135 Mio. Dollar gesenkt wird, komme dem französischen Staatskonzern sehr entgegen, so Delbos. "Das neue Limit ist sehr gut für uns, wir sind und bleiben also in der Formel 1."

Für Renault fahren in diesem Jahr der Australier Daniel Ricciardo und der Franzose Esteban Ocon. Wer den am Jahresende zu McLaren abwandernden Ricciardo 2021 ersetzt, will man erst nach dem Saisonstart entscheiden. "Wir sind noch kein Rennen und noch nicht einmal eine Session gefahren", sagte Teamchef Cyril Abiteboul dem Portal "Motorsport-Total.com".

Ein energisches "Ja" zur Formel 1 gab es auch von Mercedes. "Wir haben nicht vor, uns aus der Formel 1 zurückzuziehen", sagte Daimler-Sprecher Jörg Howe. "Es gibt keinen Beschluss und keinen Grund, aus der Formel 1 auszusteigen."

Weniger positive Nachrichten kommen aus England. Von dort schwappte die Nachricht herüber, dass das britische Traditionsteam Williams über einen (Teil-)Verkauf nachdenkt. Zudem teilte der Rennstall ohne Angaben von Gründen mit, dass man sich von Hauptsponsor Roki trenne.

Für Renault geht der Blick jetzt in die Zukunft: Die ersten Fahrerwechsel, ausgelöst durch die Trennung von Sebastian Vettel und Ferrari, seien lediglich der erste Mosaikstein in dem Puzzle für 2021 gewesen. "Wir gehen davon aus, dass wir Teil einer zweiten Welle werden", erklärte Abiteboul. Mögliche Kandidaten hat Renault noch nicht genannt, verfügbar wären unter anderem Vettel und der Spanier Fernando Alonso, der mit den Franzosen 2005 und 2006 Weltmeister wurde. Der viermalige Weltmeister Vettel peilt allerdings nach RTL-Informationen einen Deal mit dem deutschen Team Mercedes an.