Rekord-Schmerzensgeld: 50 Millionen Euro für Nacktvideo im Internet

Eine satte Entschädigung für die Sportjournalistin Erin Andrews
Eine satte Entschädigung für die Sportjournalistin Erin Andrews
© dpa, Andrew Gombert

14. März 2016 - 16:43 Uhr

Die wohl teuersten Nacktaufnahmen der Welt

Ein US-Gericht hat der Sportjournalistin Erin Andrews wegen eines heimlich aufgenommenen Nacktvideos 55 Millionen Dollar (umgerechnet rund 50 Millionen Euro) Schmerzensgeld zugesprochen. Andrews war 2008 von einem Stalker durch ein Guckloch in ihrem Hotelzimmer gefilmt worden. Der später wegen Stalkings verurteilte Mann hatte das Video ins Internet gestellt.

Daran ist laut der Jury im Bundesstaat Tennessee nicht nur der Stalker schuld, sondern auch die Hotelverwaltung. Die Betreiber des Hotels in Nashville hätten nicht ausreichend für die Sicherheit ihres Gastes gesorgt, heißt es in der Urteilsbegründung. Daher befand die Jury den Stalker zu 51 Prozent für schuldig, das Hotel zu 49 Prozent. Eine Warnung an Hotels, die Sicherheit ihrer Gäste nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Ob die Beschuldigten eine Berufung gegen das Urteil einlegen wollen, ist noch nicht bekannt. Nach der Urteilsverkündung schrieb Andrews auf Twitter: "Die Unterstützung, die ich von Opfern in aller Welt erhalten habe, ehrt mich."