Rekord-Rennen beim WM-Finale in Sao Paulo

So viel wie beim Brasilien-GP wurde noch nie zuvor in einem Formel-1-Rennen überholt.
So viel wie beim Brasilien-GP wurde noch nie zuvor in einem Formel-1-Rennen überholt.
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05. Dezember 2012 - 9:43 Uhr

Der Große Preis von Brasilien hat Geschichte geschrieben. Beim mitreißenden Saisonfinale in Sao Paulo am 25. November, bei dem Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel den dritten WM-Titel nacheinander perfekt machte, gab es sage und schreibe 147 Überholmanöver - mehr als in jedem anderen Grand Prix seit Gründung der Rennserie 1960. Dies teilte Reifenhersteller Pirelli in einer Saisonbilanz mit.

Maßgeblich an dieser Bestmarke beteiligt war Vettel, der fast das komplette Feld von hinten aufrollte, nachdem er in der 1. Runde von Bruno Senna umgedreht worden war.

Insgesamt wurden in den 20 Rennen des Jahres 1.139 Überholmanöver verzeichnet, die wenigsten davon - natürlich - auf dem Stadtparcours in Monaco. Dort wurde lediglich zwölfmal überholt.

Boxenstopps kratzen an der 1.000er Marke

Bei den Boxenstopps wurde mit 957 die 1.000er-Marke knapp verpasst. Im Schnitt fuhren die 24 Piloten pro Rennen 47,9-mal in die Box. Am häufigsten in Malaysia (76), am seltensten bei der Premiere in Austin/Texas, wo jeder Fahrer nur einmal stoppte.

Auch in puncto Pneus gab Pirelli interessante Zahlen preis: So verbrauchten die Fahrer in diesem Jahr 31.800 Reifen in den Rennen plus 6.600 bei den Tests. Die durchschnittliche Haltbarkeit lag bei den Trockenreifen bei 180 km, bei den Wets bei 140 km.