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Aggressives Herpes-Virus breitet sich aus

Reitsport trauert: Zwei Pferde in Deutschland verstorben

Unter den Pferden breitet sich weiter das Herpes-Virus aus.
Unter den Pferden breitet sich weiter das Herpes-Virus aus.
© Imago Sportfotodienst

04. März 2021 - 16:11 Uhr

Bereits sieben tote Pferde weltwelt

Das gefährliche Herpes-Virus EHV-1 zieht im Reitlager weiter seine Kreise. Mittlerweile sind fünf Pferde von deutschen Reitern verstorben, zwei von ihnen in Deutschland. Weltweit verstarben sieben Vierbeiner an der gefährlichen Virusinfektion. Sie alle hatten mit über 700 Pferden seit dem 1. Februar an einer Turnierserie in Valencia teilgenommen. Dort war das Virus ausgebrochen.

Virus ist in Deutschland angekommen

Nach der Ankunft des gefährlichen Herpes-Virus EHV-1 in Deutschland ist die Aufregung im Reitlager groß. Schon zwei Pferde starben in Deutschland an der gefährlichen Erkrankung, insgesamt gibt es fünf tote Pferde deutscher Reiter zu beklagen, die Zahl der Todesfälle stieg weltweit auf sieben. Bei Menschen verursacht das Virus übrigens keine Krankheiten.

"Das sind sehr traurige Nachrichten", bestätigte Julia Basic, Pressesprecherin der deutschen reiterlichen Vereinigung (FN), den Tod der beiden Tiere in Deutschland. "Wir hoffen deshalb sehr, dass die ergriffenen Maßnahmen die Ausbreitung des Virus eindämmen und nicht noch weitere Pferde dem Virus zum Opfer fallen."

Zwei der fünf verstorbenen Pferde sind mittlerweile bekannt. Es handelt sich um die Stuten Quadira und Casta Lee, Pferde von Thessa Thillmann und Tim Uwe Hoffmann, beide sind Schüler des niedersächsischen Springtrainers Hilmar Meyer aus Thedinghausen.

Schlimmster Ausbruch seit Jahrzehnten

"Jedes Pferd, das daran verstirbt, ist eines zu viel", sagte FN-Geschäftsführer Soenke Lauterbach dem Sportinformationsdienst und ergänzte: "Es gibt noch keine pandemische Lage. Damit es aber nicht so weit kommt, haben wir harte Maßnahmen ergriffen."

Lauterbach verwies darauf, dass die FN in Absprache mit dem Weltverband FEI bereits alle internationalen Turniere in Deutschland bis zum 28. März abgesagt hat. Neun weitere Länder schlossen sich an. Der Ausbruch sei "wahrscheinlich der schlimmste in Europa seit vielen Jahrzehnten", sagte FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibanez.

Wie die FEI am Mittwoch mitteilte, würden insgesamt noch 83 Vierbeiner nach der Turnierserie in Valencia Symptome zeigen, etliche Pferde befinden sich in der Tierklinik.

Tierarzt rät dringend zur Impfung

Weiterhin herrscht große Angst, dass sich das Virus weltweit ausbreitet. Auch in Doha, wo am Wochenende das Auftaktturnier der Millionenserie Global Champions Tour startet, war das Virus schon aufgetaucht. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, sei die Variante außerdem auch in den USA festgestellt worden.

Im Gespräch mit RTL/ntv rät Tierarzt Dr. Andreas Bücheler zur Eindämmung der aktuellen Lage dringend zu einer Impfung. "Es gibt eine und diese wird auch dringend empfohlen. Allerdings nicht bei kranken oder infizierten Pferden." Ein Problem dabei ist die Zeit, bis die Tiere erste Symptome zeigen. Die können zwei bis zehn Tage nach der Infektion auftreten. Als erste Symptome treten hohes Fieber und apathisches Verhalten auf.

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