Nach Reisewarnung für Kroatien

RTL-Reporter: Frust und Enttäuschung der Urlauber sind groß

25. August 2020 - 8:54 Uhr

Urlaubern könnte 14-tägige Quarantäne drohen

In den letzten Tagen ist die Zahl der Corona-Infizierten in Kroatien immer weiter angestiegen. Das Robert Koch-Institut hat darauf reagiert und ein Reiserisiko für Teile des Landes ausgesprochen. Betroffen davon sind die Urlaubsregionen Sibenik-Knin und Split-Dalmatien. Kurze Zeit später zog auch das Auswärtige Amt nach und hat für diese Teile Kroatiens eine Reisewarnung verhängt. Für Urlauber aus Kroatien bedeutet das vor allem eines: Bei einer Rückkehr nach Deutschland müssen sie einen Corona-Test machen und kommen in Quarantäne, bis das Ergebnis da ist. Der Frust bei den Urlaubern ist groß –vor allen Dingen, weil die Regionen noch vor circa zwei Wochen als "coronasicher" galten.

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Besucherinnen und Besucher warten vor einem Krankenhaus darauf, auf Covid-19-Symptome getestet zu werden.
Besucherinnen und Besucher warten vor einem Krankenhaus darauf, auf Covid-19-Symptome getestet zu werden.
© dpa, Dusko Jaramaz, mka exa fgj

Die Jüngeren waren zum Feiern nach Split gekommen

RTL-Reporter Jürgen Weichert ist vor Ort in Split und hat sich ein Bild von der Lage gemacht. Bei den Urlaubern herrsche Frust und Enttäuschung. Gerade die Älteren hätten sich vorher schlau gemacht, weil sie ihre Freizeit in einer sicheren Region verbringen wollten – jetzt sind sie plötzlich im Risikogebiet.

Auch die Jüngeren seien frustriert über die Lage. "Weil gerade diese Region Split, die betroffen ist, die ist eigentlich eine Partyregion und da feiert man gern", so unser Reporter. Jetzt seien Restaurants, Clubs und Bars früher geschlossen.

Pauschalreisen können kostenlos storniert werden

Zentrales Kriterium für diese Reisewarnung, dass es in dem Gebiet in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Pauschalreisen können kostenlos storniert werden und könnten demnächst auch von Veranstaltern abgesagt werden.

Bei 4,19 Millionen Einwohnern gibt es aktuell rund 1.520 aktive Corona-Fälle. Österreich und Italien hatten bereits mit einer Reisewarnung auf das Infektionsgeschehen in Kroatien reagiert. Kurz bevor die Reisewarnung verhängt wurde, spricht der Direktor der kroatischen Zentrale für  Tourismus in Frankfurt von den schweren Folgen für das Urlaubsland. "Die Deutschen sind unsere Urlaubgruppe Nummer eins", so der Direktor.