Reisen: BGH stärkt Kundenrechte

Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von Urlaubern bei einer Pleite des Reiseunternehmens gestärkt. Demnach müssen die Kunden eines Reiseveranstalters das gezahlte Geld auch dann zurückbekommen, wenn die Reise bereits vor der Insolvenz des Unternehmens abgesagt wurde. Die Zahlungsunfähigkeit müsse nicht die Ursache für den Ausfall der Reise sein, entschied der BGH.

Im konkreten Fall hatten die Kläger ein Jahr im Voraus eine Kreuzfahrt zum Preis von über 7.400 Euro pro Person gebucht und bezahlt. Rund ein halbes Jahr später teilte ihnen der Veranstalter mit, dass die Reise mangels Nachfrage nicht stattfinde. Kurz darauf ging der Veranstalter pleite, so dass der vorab bezahlte Preis nicht erstattet werden konnte.