Lawinen-Gefahr, eingeschneite Touristen & Co.

Reise ins Schneechaos-Gebiet? Das müssen Skiurlauber jetzt wissen

14. Januar 2019 - 16:28 Uhr

Anweisungen jetzt zu ignorieren "ist lebensgefährlich"

Riesige Schneemassen, Lawinengefahr, schwere Böen: Das Schneechaos in den deutschen und österreichischen Alpen will noch immer kein Ende finden. In vielen Gebieten wurde der Notstand ausgerufen - es ist richtig gefährlich. Wir verraten, was Urlauber, die geplant hatten, in den betroffenen Gebieten Skifahren zu gehen, jetzt wissen müssen.

Den Ausflug in das Skigebiet besser nochmal überdenken?

Im österreichischen Lech starben drei deutsche Skifahrer, obwohl sie eine Notfallausrüstung dabei hatten. Ein Vierter wird noch immer vermisst. Grund genug, den geplanten Ausflug in viele Skigebiete noch einmal zu überdenken.

Sowohl in Bayern als auch in Österreich sind viele Pisten und Lifte gesperrt. Sich jetzt nicht an die Anweisungen der Behörden zu halten, "ist kein Kavaliersdelikt, sondern lebensgefährlich", sagte Michael Schickhofer, stellvertretender Landeschef in der Steiermark, gegenüber der "Welt".

Unbedingt Schneeketten mitführen

Urlauber, die in ein alpines Skigebiet reisen wollen, sollten sich also vorher informieren, wie dort die Lage ist. Ist das Wintersportgebiet gesperrt? Gibt es eine Lawinenwarnung? Wie sind die Straßenverhältnisse, um das Ziel sicher zu erreichen? Für Deutschland informiert der ADAC, für Österreich der ÖAMTC. Schneeketten sollten in jedem Auto mitgenommen werden. Wer sich nicht auskennt, sollte vorher die Anbringung üben, um im Notfall gewappnet zu sein.

Vielleicht doch lieber zu Hause bleiben?

Wer trotz erreichbarer und geöffneter Skipiste das Risiko nicht eingehen und lieber zu Hause bleiben möchte, hat - zumindest bei der Buchung einer Pauschalreise - meist Pech gehabt. Die Witterungsverhältnisse fallen unter "höhere Gewalt", sodass Veranstalter bereits gezahlte Urlaube nicht erstatten müssen. Anders ist es hingegen, wenn die Schneemassen eine Ankunft verhindern und das tägliche Leben am Zielort zusammenbricht. Was Reisende in diesen Fällen tun können, um doch noch ihr Geld zurück zu bekommen, verrät Rechtsanwalt Holger Hopperdietzel im Video!