IWF: Deutschland soll investieren

Reiches Deutschland: Rekordüberschuss in der Staatskasse

ARCHIV - ILLUSTRATION - Das von der Deutschen Bundesbank in Frankfurt aufgenommene Foto zeigt Euro-Scheine in bar (undatiertes Handout). Foto: Bundesbank/dpa (ACHTUNG REDAKTIONEN: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Be
Geldscheine
dpa, Bundesbank

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen machen ein Plus von 58 Milliarden Euro

Neue Straßen, Schulen, schnelles Internet - Möglichkeiten zum Investieren hätte der deutsche Staat reichlich. Das Geld dafür wäre auch vorhanden, reichlich sogar: Auf 58 Milliarden Euro summierte sich 2018 der Überschuss von Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes - ein Rekordwert..

Finanzminister hält an "schwarzer Null" fest

In Dämelow (Landkreis Nordwestmecklenburg) ist die mit 501 Metern längste der insgesamt 13 Brücken auf dem Autobahnabschnitt der A14 zwischen Schwerin-Nord und Jesendorf im Bau, aufgenommen am Mittwoch (10.12.2008). Der 14 Kilometer lange Abschnitt i
Internationale Experten fordern mehr Investitionen vom Staat.
dpa, Z1017 Bernd Wüstneck

Auch Schuldenmachen ist Experten zufolge kein Problem, denn die Zinsen sind weiter niedrig wie nie zuvor. Doch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hält ebenso wie sein CDU-Vorgänger Wolfgang Schäuble an der "schwarzen Null" - einem Haushalt ohne neue Schulden – fest.

Neue Schulden wären wohl kein Problem

20.02.2019, Berlin, Deutschland - Pressekonferenz: Gesetzentwurf gegen illegale Beschaeftigung und Sozialleistungsmissbrauch. Foto: Bundesfinanzminister Olaf Scholz, SPD. *** 20 02 2019 Berlin Germany Press conference Draft law against illegal employ
Bundesfinanzminister Olaf Scholz will keinesfalls neue Schulden machen.
imago stock&people, imago/Reiner Zensen, Reiner Zensen

Nicht jeder findet das klug. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beispielsweise fordert Deutschland seit langem dazu auf, mehr zu investieren - etwa in Infrastruktur und Fachkräfte. Das Credo der IWF-Experten: Eine Volkswirtschaft wie Deutschland mit sprudelnden Steuereinnahmen und gewaltigen Exportüberschüssen müsse ihre Stärke nutzen, um sich auch für wirtschaftlich schwächere Zeiten zu rüsten.

Wirtschaft will lieber Unternehmen entlasten

Die Wirtschaft wiederum pocht auf milliardenschwere Steuerentlastungen für Unternehmen. Deutschland sei mittlerweile von einem Hochsteuerland zu einem Höchststeuerland geworden, kritisierte jüngst der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf. Ähnlich sieht das auch der Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). "Mit der hohen Steuerbelastung für Unternehmen drohen wir im internationalen Wettbewerb ins Hintertreffen zu geraten", fürchtet DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.