Regionalliga Nord: Präsidium für Abbruch und Lübeck-Aufstieg

Das Präsidium des NFV hat sich einstimmig für einen Saisonabbruch und für einen Drittliga-Aufstieg des VfB Lübeck ausgesprochen. Foto: Sophia Kembowski/dpa/Archivbild
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22. Mai 2020 - 21:00 Uhr

Das Präsidium des Norddeutschen Fußball-Verbandes hat sich einstimmig für einen Saisonabbruch in der Regionalliga Nord und für einen Drittliga-Aufstieg des VfB Lübeck ausgesprochen. Das teilte der NFV am Freitagnachmittag nach einer Videokonferenz seiner Präsidiumsmitglieder mit. "Wir freuen uns natürlich sehr über diese Entscheidung, wenngleich nichts einen Aufstieg auf dem grünen Rasen mit all seinen Emotionen ersetzen kann", sagte der Lübecker Vorstandssprecher Thomas Schikorra.

Noch ist der Aufstieg des VfB allerdings nicht amtlich. Eine endgültige Entscheidung kann erst bei einem Außerordentlichen Verbandstag des NFV Ende Juni fallen, für den der Beschluss des Präsidiums vom Freitag als Beschlussvorlage gilt. "Wir gehen davon aus, dass das durchgehen wird. Wir haben alles getan, was wir tun können. Wir gratulieren dem VfB Lübeck zum Aufstieg und werden da auch nicht nachtreten", sagte der Sportliche Leiter des Konkurrenten VfL Wolfsburg II, Pablo Thiam, dem Internetportal "Sportbuzzer".

In zwei von drei Kernpunkten schloss sich das NFV-Präsidium der Mehrheitsmeinung der 18 Regionalliga-Clubs an: Die Saison soll wegen der Corona-Pandemie nicht fortgesetzt werden, Absteiger soll es nicht geben. Während sich die Vereine aber für eine Aufstiegsrelegation zwischen den beiden Topclubs VfB Lübeck und VfL Wolfsburg II aussprachen, ist die Verbandsspitze dafür, Tabellenführer Lübeck zum Aufsteiger zu erklären. "Der VfB Lübeck ist in allen Konstellationen der Tabelle an der Spitze, daher das klare Votum für den Aufstieg des VfB Lübeck", sagte NFV-Präsident Günter Distelrath. Nach 25 von 34 Spieltagen haben die Schleswig-Holsteiner fünf Punkte Vorsprung auf den VfL. Die "Wölfe" haben allerdings ein Spiel weniger bestritten.

In der nächsten Saison soll die Regionalliga Nord nach dem Willen des NFV-Präsidiums von 18 auf 22 Clubs aufgestockt werden. Die sonst übliche Aufstiegsrunde soll entfallen. Stattdessen ist ein direkter Aufstieg der Oberliga-Meister aus Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein sowie zweier Clubs aus Niedersachsen geplant. Wann und wie genau eine vergrößerte Regionalliga ausgespielt werden kann, will der Spielausschuss des Norddeutschen Fußball-Verbandes in der nächsten Woche beraten.

Quelle: DPA