Schusswunde am Kopf?

CDU-Politiker Walter Lübcke tot aufgefunden

3. Juni 2019 - 15:49 Uhr

Politiker lag im Garten

War es ein Verbrechen? Am Sonntagmorgen wurde Regierungspräsident Walter Lübcke tot in seinem Garten in Wolfhagen Istha in der Nähe von Kassel aufgefunden. Der CDU-Politiker soll eine Schusswunde am Kopf gehabt haben. Wie die Polizei ermittelt, das sehen Sie im Video.

LKA hat Ermittlungen aufgenommen

Das Gelände war weiträumig mit Flatterband abgesperrt, ein Hubschrauber sei über dem Haus des Christdemokraten gekreist. Walter Lübcke, CDU-Politiker und Regierungspräsident in Kassel wurde tot in seinem Garten aufgefunden. Am Kopf soll er angeblich eine Schusswunde gehabt haben. Eine Waffe sei jedoch nicht gefunden worden, das berichtete die "Hessisch/Niedersächsische Allgemeine".

Das Hessische Landeskriminalamt habe die Ermittlungen aufgenommen, da man von einem Gewaltverbrechen ausgehe, heißt es. Angeblich spiele ein Mann eine Rolle. Mit ihm soll der CDU-Mann auf einer Kirmes, die derzeit im Kreis Istha stattfindet Kontakt gehabt haben. Die Staatsanwaltschaft habe sich nicht weiter zu dem Fall äußern wollen.

"Fassungslosigkeit und Erschütterung"

Vor seinem Tod war Lübcke zehn Jahre lang als Regierungspräsident in Kassel tätig. In einer CDU-Erklärung heißt es: "Er war ein Brückenbauer, wie er besser nicht sein könnte." In diesen schweren Stunden seien die Gedanken und Gebete vor allem bei Lübckes Frau, den beiden Söhnen und dem im vergangenen Jahr geborenen Enkelsohn. In einer Mitteilung des Regierungspräsidiums hieß es, in der Behörde herrschten "Fassungslosigkeit und Erschütterung über den Tod des beliebten und außerordentlich nahbaren" Chefs. Walter Lübcke wurde 65 Jahre alt.