Regierungsberater hoffen auf "Energierevolution"

14. Februar 2016 - 11:08 Uhr

Angesichts der Atomkatastrophe in Japan fordert ein führendes Beratergremium der Regierung einen "Gesellschaftsvertrag" zwischen Politik und Bürgern, um so rasch wie möglich eine grüne Energiewende zu schaffen. Nach Einschätzung des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU) ist ein ehrgeiziger globaler Klimaschutz auch ohne Kernenergie möglich. Statt weiter stark auf Kohle und Öl zu setzen, müssten dafür die Öko-Energien sowie die Stromnetze rascher ausgebaut werden. Dies kann nach Meinung der Forscher nur gelingen, wenn die Bürger besser mitgenommen werden.

"Wir sind der Meinung, dass es darum geht, für das 21. Jahrhundert einen neuen Gesellschaftsvertrag auszuhandeln", sagte der Vorsitzende Hans Joachim Schellnhuber bei der Vorstellung eines entsprechenden Gutachtens. Der Leiter des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) betonte, Deutschland sei hier weiter als viele andere Staaten, was etwa die Debatte über eine schnellere Energiewende betreffe.