Regierung weist Rassismus-Vorwürfe in Ankerzentrum zurück

Das Ortschld von Waldkraiburg ist am Ortseingang zu sehen. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Symbolbild
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26. Juni 2020 - 17:13 Uhr

Die Regierung von Oberbayern hat Vorwürfe rassistischer Übergriffe von Sicherheitspersonal auf afrikanische Bewohner des Ankerzentrums Waldkraiburg zurückgewiesen. Es habe Vorwürfe gegeben, ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes habe sich im April rassistisch über einen der Bewohner geäußert. Die Regierung von Oberbayern habe die Polizei eingeschaltet, erklärte die Behörde am Freitag in München. Die Bewohner hätten den betreffenden Mitarbeiter jedoch weder benennen noch identifizieren können. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Auch den Vorwurf, nach positiven Corona-Tests einiger weniger Bewohner auch andere willkürlich verlegt zu haben, wies die Regierung zurück. Einer von zwei positiv Getesteten wurde für die Dauer der häuslichen Quarantäne in die dafür vorgesehene Unterkunfts-Dependance Funkkaserne in München verlegt. Die andere Person wurde im Krankenhaus stationär behandelt und nach Genesung entlassen.

Das Gesundheitsamt Mühldorf am Inn habe Kontaktpersonen ersten Grades ermittelt und diese in eine Unterkunft für Corona-Kontaktpersonen in Manching verlegt. Dies sei ausschließlich aus Gründen des Infektionsschutzes erfolgt. Alle Betroffenen seien umfassend informiert worden.

Quelle: DPA