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Regierung stellt Krisenplan für AKW Fukushima in Frage

Regierung stellt Krisenplan für AKW Fukushima in Frage

Die japanische Regierung stellt den Krisenplan des Betreibers der Atomruine Fukushima infrage. Es sei nötig, die vor einem Monat vorgelegte Planung zur Stabilisierung der Reaktoren zu überarbeiten, sagte Industrieminister Banri Kaeda. Anlass ist die Mitteilung des Betreibers Tepco vom Vortag, wonach ein großer Teil der Brennstäbe im Reaktor 1 geschmolzen ist. Der Wasserstand zur Kühlung des Kernbrennstoffs sei erheblich niedriger als angenommen. Er erwarte, dass Tepco die Planung nun überprüfen werde, sagte Kaeda.

Regierungssprecher Yukio Edano entschuldigte sich unterdessen, dass erneut hochradioaktiv belastetes Wasser ins Meer gelangt ist. Tepco hat das Leck inzwischen nach eigenen Angaben wieder gestopft. Die Brühe war aus einem Schacht nahe der Meerwasseraufnahme für den Reaktor 3 ausgetreten. Ein ähnliches Leck war im vergangenen Monat nahe des Reaktors 2 entdeckt worden. Der Betreiberkonzern Tepco hatte am 17. April einen Krisenplan vorgelegt, wonach er die Lage in dem AKW in sechs bis neun Monaten unter Kontrolle bringen will.