Regierung beschließt Hilfen für mittelgroße Unternehmen

Euro-Münzen auf Euro-Banknoten. Foto: Tobias Hase/dpa/Symbolbild
© deutsche presse agentur

31. März 2020 - 17:50 Uhr

Die Landesregierung hat Finanzhilfen in der Corona-Krise für Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten beschlossen. Betriebe mit 50 bis 100 Mitarbeitern können eine nicht rückzahlbare Soforthilfe von 60.000 Euro beantragen, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin sagte. Darauf habe sich die Landesregierung in einer Telefonkonferenz geeinigt. Anträge könnten ab Mittwoch beim Landesförderinstitut gestellt werden. Dafür stelle das Land 36 Millionen Euro aus dem "MV-Schutzfonds" bereit.

Bei Unternehmen zwischen 101 und 249 Beschäftigten sollen laut Schwesig individuelle Expresshilfen gefunden werden. Nur Zuschüsse in dieser Höhe wie für andere Unternehmen reichten nicht, es komme auf einen Mix verschiedener Programme an.

"Es ist gut, dass jetzt auch die mittleren Unternehmen mit 50 bis 100 Beschäftigten Soforthilfen zur Liquiditätssicherung beantragen können. Wir reden immerhin von über 900 Betrieben in MV", sagte Sven Müller, Geschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern in einer Mitteilung. Auch die Entscheidung für Expresshilfen werde begrüßt.

Die Hilfsprogramme von Bund und Land richten sich bislang an Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten. Je nach Mitarbeiterzahl variieren die Zuschüsse zwischen 9000 und 40.000 Euro. Neben Unternehmern können auch Angehörige Freier Berufe und selbstständige Künstler, die durch die Krise in ihrer beruflichen Existenz gefährdet sind, Hilfen beziehen. Laut Schwesig gibt es in Mecklenburg-Vorpommern etwa 60.000 Kleinst- und Kleinunternehmen. Dies seien mehr als 70 Prozent aller Unternehmen in MV. Die Landesregierung hatte in der Vorwoche einen "MV-Schutzfonds" beschlossen, der insgesamt 1,1 Milliarden Euro umfasst.

Quelle: DPA