Regeldiskussion in der Formel 1: Weg mit dem Freitagstraining!

Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery im Gespräch mit F1-Boss Bernie Ecclestone
Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery im Gespräch mit F1-Boss Bernie Ecclestone
© Getty Images, Bongarts

26. November 2015 - 11:37 Uhr

Die Billigmotoren sind erst einmal vom Tisch - ab 2018 soll jetzt eine neue Motorenformel kommen. Und damit auch gleich ein neues Format der GP-Wochenenden? Die Motoren-Diskussion hat jedenfalls auch eine Debatte über neue radikale Regeländerungen angestoßen.

Dabei wird sogar am Jahrzehnte alten Format der GP-Wochenenden gerüttelt. Etwa von Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery, der mit dem Vorschlag nach vorne preschte, nur noch am Samstag und Sonntag zu fahren und den Freitag ersatzlos zu streichen. "Wir hatten dieses Jahr ein Rennen, bei dem Qualifying und Rennen an einem Tag stattgefunden hat. Warum sollten wir das nicht immer so machen?", empfahl Hembery den USA-GP in Austin als Vorbild.

Unterstützung erhält der Pirelli-Motosportchef unter anderem vom ehemaligen Formel-1-Pilot Mika Salo. "Der Freitag ist heutzutage ziemlich sinnlos", sagte der Finne. "Alle Mechaniker beschweren sich, dass man kaum ein Leben außerhalb hat, wenn man in der Formel 1 arbeitet. Wenn das Wochenende aber nur zwei Tage umfassen würde, dann hätte das Personal zumindest einen zusätzlichen Tag mit der Familie." Und die gesamte Formel 1 würde Geld sparen.

Oder: WM-Punkte an jedem Tag des GP-Wochenendes

"Es gibt viele Möglichkeiten, aber immer alles so zu belassen, wie es bisher war, ist vielleicht nicht die Lösung", so Hembery. Wenn man den Freitag nicht abschaffen möchte, dann müsste zumindest seine Attraktivität für Fahrer und Zuschauer verbessert werden. "Man könnte es so machen, dass es an jedem der drei Tage Punkte zu holen gibt", unterbreitete der Pirelli-Motorsportchef einen weiteren Vorschlag. "Das würde die ganze Angelegenheit spannender machen."